ANZEIGE

Fed-Gouverneur Miran kritisiert internationale Unterstützung für Powell

Der von Trump ernannte Fed-Gouverneur Stephen Miran hat führende Zentralbanker weltweit scharf kritisiert, die sich öffentlich hinter Fed-Chef Jerome Powell stellten. Die Kritik erfolgt vor dem Hintergrund laufender Ermittlungen des US-Justizministeriums.

•• 1 Min
Fed-Gouverneur Miran kritisiert internationale Unterstützung für Powell

Der von Präsident Trump ernannte Fed-Gouverneur Stephen Miran hat am Mittwoch auf einer Wirtschaftskonferenz in Athen ungewöhnlich deutliche Kritik an internationalen Zentralbankern geübt. Diese hatten zuvor ein Unterstützungsschreiben für Fed-Chef Jerome Powell unterzeichnet, der derzeit strafrechtlichen Ermittlungen des US-Justizministeriums ausgesetzt ist.

Kritik an internationaler Einmischung

In einer Fragerunde erklärte Miran, das von prominenten Zentralbankvertretern aus aller Welt unterzeichnete Schreiben stelle eine klare Kompetenzüberschreitung dar. "Ich halte es nicht für angebracht, dass sich Zentralbanker in ihrem eigenen Land in Angelegenheiten einmischen, die nicht die Geldpolitik betreffen, und ich halte es für noch weniger angebracht in anderen Ländern", so der Fed-Gouverneur.

Die Aussagen verdeutlichen die zunehmenden Spannungen innerhalb der US-Notenbank und werfen Fragen über die internationale Solidarität unter Zentralbankern auf. Die Unterstützungsbekundungen für Powell waren als Zeichen der Unabhängigkeit von Notenbanken gegenüber politischer Einflussnahme gedacht.

Inflationsbekämpfung nicht gefährdet

Miran widersprach zudem der Einschätzung, dass die laufenden Ermittlungen die Glaubwürdigkeit der Federal Reserve bei der Inflationsbekämpfung untergraben könnten. Er argumentierte, dass die zugrunde liegenden Wirtschaftstrends die Inflation bereits eigenständig nach unten drückten, unabhängig von den aktuellen personellen Turbulenzen.

Die Äußerungen des Trump-Vertrauten dürften die Debatte über die Unabhängigkeit der Fed weiter anheizen. Beobachter sehen in Mirans Ernennung bereits einen Versuch, mehr politischen Einfluss auf die Geldpolitik zu nehmen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Situation um Powell und die Ermittlungen entwickelt.

Federal ReserveJerome PowellStephen MiranZentralbankGeldpolitik

Meistgelesene News

  1. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  2. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  3. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  4. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg
  5. Ölpreis stabilisiert sich: USA und Iran prüfen gestaffelten Hormus-Deal

Disclaimer