Ex-Chick-fil-A-Mitarbeiter betrügt Fast-Food-Kette um 80.000 Dollar
Ein entlassener Mitarbeiter soll sich durch gefälschte Rückerstattungen für 800 Portionen Mac-and-Cheese bereichert haben.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der US-amerikanischen Fast-Food-Kette Chick-fil-A ist in Texas wegen eines ungewöhnlichen Betrugs angeklagt worden. Der 23-jährige Keyshun Jones soll das Unternehmen um rund 80.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 58.800 britische Pfund) geprellt haben – und das mit einer denkbar simplen Masche: gefälschte Rückerstattungen für Catering-Portionen Makkaroni mit Käse.
Laut dem Grapevine Police Department im US-Bundesstaat Texas war Jones bereits einen Monat vor den mutmaßlichen Taten entlassen worden. Dennoch kehrte er in eine Filiale der Kette zurück, begab sich hinter den Servicetresen und bediente dort das Kassensystem (Point-of-Sale), als wäre er noch Angestellter. Über dieses System soll er unbefugte Rückerstattungen auf seine eigenen Kreditkarten veranlasst haben.
Die Filiale veröffentlichte Aufnahmen der Überwachungskamera, die den Mann in einer braunen Steppweste, blauen Jeans und einer verkehrt herum getragenen weißen Kappe zeigen – statt der üblichen roten Arbeitskleidung der Kette. Die Videoaufnahmen sollen belegen, wie er die Kasse hinter dem Tresen bedient, obwohl er zu diesem Zeitpunkt kein Angestellter mehr war.
Die Betrugsmasche im Detail
Insgesamt soll Jones 800 Catering-Portionen des Nudelgerichts im System verbucht und sich den entsprechenden Betrag erstattet haben. Auf der Catering-Speisekarte von Chick-fil-A wird eine große Platte Makkaroni mit Käse je nach Standort mit rund 100 US-Dollar angegeben. Das Gericht enthält drei Käsesorten und kommt auf einen Kaloriengehalt von fast 10.000 Kalorien pro Portion.
Die Polizei versuchte mehrfach, Jones festzunehmen, bevor dies schließlich am 17. April gelang. Aufgespürt wurde er im Rahmen eines gemeinsamen Einsatzes der Fugitive Task Force des texanischen Generalstaatsanwalts und des Fort Worth Police Department. Die Behörde informierte die Öffentlichkeit über den Vorfall in einer Erklärung in den sozialen Medien.
Mehrere Anklagepunkte – Anwalt schweigt
Jones wurde wegen Diebstahls, Geldwäsche und Flucht vor der Festnahme angeklagt. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass er sich derzeit im Green-Bay-Gefängnis in Fort Worth, Texas, in Haft befindet. Die New York Times berichtete, dass sein Anwalt eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ablehnte.
Warum Jones ursprünglich von Chick-fil-A entlassen worden war, ist bislang unklar. Chick-fil-A ist eine der größten Fast-Food-Ketten der USA und bekannt für ihr Hähnchenangebot sowie ein ausgeprägtes Catering-Geschäft. Die BBC hat die Pressestelle des Unternehmens um eine Stellungnahme gebeten, die bislang aussteht.
