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EU und Großbritannien starten neue Zusammenarbeit

Abkommen regelt Verteidigung, Fischerei, Migration und Jugendmobilität nach dem Brexit neu

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 EU und Großbritannien starten neue Zusammenarbeit

Großbritannien und die Europäische Union haben sich auf eine engere Zusammenarbeit in mehreren Bereichen geeinigt. Dies wurde im Rahmen eines Gipfeltreffens in London beschlossen, bei dem hochrangige Vertreter beider Seiten zusammenkamen. Thematisch umfasst die Vereinbarung unter anderem die Bereiche Verteidigung, Sicherheit, Fischerei, Lebensmittelkontrollen und Jugendmobilität. Es ist das erste Treffen dieser Art seit dem Brexit im Jahr 2020 und gilt als bedeutender Schritt zur Neuausrichtung der bilateralen Beziehungen.

Die britische Regierung bezeichnete die Vereinbarung als historischen Moment. Premierminister Keir Starmer betonte, es sei an der Zeit, nach vorn zu blicken und alte Konflikte hinter sich zu lassen. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa äußerten sich positiv. Von der Leyen hob die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens in Zeiten globaler Unsicherheit hervor. Costa sprach von einem neuen Kapitel in den Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU.

Ein zentraler Bestandteil der Einigung betrifft die Verteidigungspolitik. Künftig sollen britische Unternehmen wieder an europäischen Rüstungsprojekten beteiligt werden können, darunter ein Wiederaufrüstungsfonds in Höhe von 150 Milliarden Euro. Auch eine engere Zusammenarbeit beim Schutz kritischer Infrastruktur sowie in Fragen der Weltraumsicherheit wurde vereinbart. Zudem sollen Daten zu irregulärer Migration verstärkt ausgetauscht werden.

In der Fischerei wurde eine Übergangsregelung getroffen. Nach Ablauf des aktuellen Abkommens im Jahr 2026 sollen europäische Fischer für weitere zwölf Jahre Zugang zu britischen Gewässern erhalten. Im Gegenzug wird die EU die bestehenden Lebensmittelkontrollen für Importe aus Großbritannien dauerhaft lockern.

Uneinigkeit besteht weiterhin bei der Jugendmobilität. Zwar wurde das Thema in das Abkommen aufgenommen, doch blieb die Formulierung allgemein. Die Details sollen in künftigen Gesprächen geklärt werden. Besonders die Bundesregierung hatte auf verbindlichere Regelungen gedrängt, um jungen Menschen aus der EU einen leichteren Zugang zu Bildung und Arbeitsmöglichkeiten im Vereinigten Königreich zu ermöglichen.

Kritik an der Vereinbarung kam aus dem Lager der Brexit-Befürworter. Vertreter der rechtspopulistischen Partei Reform UK warfen der Regierung vor, nationale Interessen zu opfern. Auch aus den Reihen der Konservativen gab es ablehnende Stimmen. Trotz solcher Einwände zeigen aktuelle Umfragen, dass eine Mehrheit der Briten die Entscheidung für den EU-Austritt mittlerweile bedauert.

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