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Drei US-Bankaktien mit milliardenschweren Aktienrückkaufprogrammen im direkten Vergleich

JPMorgan, Bank of America und Citigroup kaufen eigene Aktien zurück – doch die Wirkung auf die Aktienanzahl unterscheidet sich deutlich.

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Drei US-Bankaktien mit milliardenschweren Aktienrückkaufprogrammen im direkten Vergleich

Die drei großen US-Banken JPMorgan, Bank of America und Citigroup haben umfangreiche Aktienrückkaufprogramme aufgelegt. Ein Vergleich der Programme zeigt, wie unterschiedlich stark die Institute ihre Anzahl der ausgegebenen Aktien tatsächlich reduzieren. Für Anleger ist genau dieser Unterschied entscheidend, denn er bestimmt, wie stark ein Rückkauf den Wert je Aktie stützt.

Ein Aktienrückkauf verringert die Zahl der ausstehenden Aktien

Bei einem Aktienrückkauf kauft ein Unternehmen eigene Anteile am Markt zurück und zieht sie anschließend ein. Dadurch sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien, und der Gewinn verteilt sich auf weniger Papiere. Der Gewinn je Aktie steigt rechnerisch, ohne dass das operative Geschäft wachsen muss. Allerdings sagt die Höhe einer Rückkaufgenehmigung allein wenig darüber aus, wie stark die Aktienanzahl am Ende wirklich sinkt.

JPMorgan genehmigt 50 Milliarden Dollar, senkt die Aktienzahl aber nur leicht

Der Vorstand von JPMorgan hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 50 Milliarden Dollar genehmigt. Das ist die größte Genehmigung der drei Banken. Gemessen an der Wirkung fällt das Ergebnis jedoch vergleichsweise bescheiden aus: Das Unternehmen hat seine Anzahl der ausgegebenen Aktien im Jahresvergleich lediglich um rund 2,4 Prozent reduziert. Zwischen der genehmigten Summe und der tatsächlichen Verringerung der Aktienzahl klafft damit eine deutliche Lücke.

Bank of America nutzt 29 Milliarden Dollar seiner Genehmigung

Bank of America hat von seiner Rückkaufgenehmigung in Höhe von 40 Milliarden Dollar etwa 29 Milliarden Dollar genutzt. Das entspricht rund drei Vierteln des genehmigten Rahmens. In der Folge hat die Bank ihre Anzahl der ausgegebenen Aktien im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent gesenkt. Damit liegt die tatsächliche Reduktion mehr als doppelt so hoch wie bei JPMorgan, obwohl die Genehmigung kleiner ausfällt.

Citigroup kürzt die Aktienzahl am stärksten

Citigroup hat seine Anzahl der ausgegebenen Aktien im Jahresvergleich um 7,5 Prozent gekürzt. Das ist der stärkste Rückgang der drei Institute. Bemerkenswert ist dabei, dass Citigroup das kleinste Rückkaufprogramm der drei Banken vorweist. Die Bank erzielt also mit dem geringsten genehmigten Volumen die größte relative Verringerung ihrer Aktienanzahl.

Die genehmigte Summe sagt wenig über die Wirkung eines Rückkaufs aus

Die Gegenüberstellung zeigt, dass die Größe einer Rückkaufgenehmigung nicht mit der tatsächlichen Wirkung auf die Aktienanzahl gleichzusetzen ist. Entscheidend ist, wie viel eines Programms tatsächlich eingesetzt wird und wie stark die Zahl der ausgegebenen Aktien dadurch sinkt. Für Anleger lohnt sich daher ein Blick auf die Entwicklung der ausstehenden Aktien, nicht nur auf die angekündigte Milliardenhöhe.

Für deutsche Anleger sind die drei US-Banken über viele Depots und Fonds erreichbar. Wer in Bankaktien investiert, sollte die Rückkaufpolitik als einen von mehreren Faktoren betrachten. Die Zahlen aus dem Vergleich machen deutlich, dass sich hinter ähnlich klingenden Ankündigungen sehr unterschiedliche Effekte verbergen können. Ein Rückkaufprogramm ist damit kein Selbstläufer für steigende Kurse, sondern ein Instrument, dessen Wirkung von der tatsächlichen Umsetzung abhängt.

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