Dow-Jones-Futures steigen: ServiceNow und Twilio mit Kaufempfehlungen
S&P 500 und Nasdaq durchbrechen Unterstützung, Ölpreise und Anleiherenditen steigen stark an.

Die US-Aktienmärkte stehen vor einer richtungsweisenden Woche: Die Futures auf den Dow Jones notieren im Plus, während mit ServiceNow und Twilio gleich acht neue Kaufempfehlungen die Anleger beschäftigen. Gleichzeitig richten sich alle Blicke auf die Reaktion der Anleihemärkte auf die jüngste Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve.
Der S&P 500 und der technologielastige Nasdaq haben in den vergangenen Handelstagen wichtige Unterstützungsniveaus durchbrochen. Dies geschah vor dem Hintergrund sprunghaft steigender Ölpreise und deutlich anziehender Renditen von US-Staatsanleihen. Die Kombination aus steigenden Rohstoffpreisen und höheren Kapitalmarktzinsen setzt die Aktienmärkte unter Druck.
Zinserhöhung der Fed belastet Anleihemarkt
Die entscheidende Frage für die kommenden Handelstage lautet: Wie werden Anleihen auf die Zinserhöhung der Federal Reserve reagieren? Die Renditen von US-Staatsanleihen sind bereits in den vergangenen Tagen merklich gestiegen, was auf eine Neubewertung der Geldpolitik hindeutet. Höhere Anleiherenditen machen festverzinsliche Wertpapiere attraktiver und entziehen gleichzeitig risikoreicheren Anlageklassen wie Aktien Kapital.
Für Anleger ist dies ein klassisches Szenario: Steigende Zinsen erhöhen die Kapitalkosten für Unternehmen und können das Wirtschaftswachstum bremsen. Besonders Wachstumswerte mit hohen Bewertungen, wie sie im Technologiesektor häufig zu finden sind, geraten dann unter Druck.
ServiceNow und Twilio im Fokus
In diesem schwierigen Marktumfeld stechen zwei Unternehmen besonders hervor: ServiceNow und Twilio führen insgesamt acht neue Kaufempfehlungen an. Beide Unternehmen gelten als Vertreter des Cloud-Computing und der digitalen Transformation, was sie für viele Anleger trotz des Zinsumfelds interessant macht.
Die Analysten sehen offenbar Kurspotenzial, das über die aktuellen Marktrisiken hinausgeht. Die neuen Kaufempfehlungen könnten den Titern kurzfristig Rückenwind verleihen, auch wenn der Gesamtmarkt weiterhin unter Druck steht.
Ölpreise als zusätzlicher Belastungsfaktor
Neben den Zinsentscheidungen der Fed treiben auch die steigenden Ölpreise die Märkte um. Höhere Energiekosten belasten die Verbraucher und die Unternehmensgewinne gleichermaßen. Für die Fed bedeuten steigende Rohstoffpreise zusätzlichen Inflationsdruck, was die Notenbank in ihrem restriktiven Kurs bestärken dürfte.
Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob sich die Aktienmärkte von den jüngsten Verlusten erholen können oder ob die Belastungsfaktoren aus Zinsen, Ölpreisen und technischen Unterstützungsbrüchen weiterhin dominieren. Die Entwicklung der Anleiherenditen bleibt dabei der entscheidende Gradmesser.
