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Dongshan Precision: Hongkong-IPO drückt Aktie um 6 Prozent

Pläne für einen milliardenschweren Börsengang in Hongkong verunsichern Anleger und schicken die Aktie auf Talfahrt.

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Dongshan Precision: Hongkong-IPO drückt Aktie um 6 Prozent

Die Aktien von Suzhou Dongshan Precision Manufacturing Co. (SZ:002384) sind am Montag um fast 6 Prozent auf 197,15 Yuan eingebrochen. Auslöser war ein Bericht von Bloomberg über einen geplanten Börsengang des Unternehmens in Hongkong. Damit setzt sich eine bereits laufende Talfahrt fort: In der Vorwoche hatte das Papier bereits mehr als 13 Prozent an Wert verloren.

Dongshan Precision ist bereits an der Shenzhen-Börse notiert und gehört zu den bedeutendsten Herstellern von Leiterplatten (PCB) und optischen Transceivern weltweit. Das Unternehmen gilt als drittgrößter PCB-Anbieter auf einem globalen Markt, der auf 85,2 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Die aktuelle Marktkapitalisierung beläuft sich auf rund 258 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 39 Milliarden US-Dollar.

Milliardenschwere Neuemission geplant

Laut Bloomberg hat das Unternehmen bereits erste Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen und strebt eine Notierung in Hongkong noch in diesem Monat an. Das angestrebte Emissionsvolumen wird auf 2 bis 3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Als Konsortialführer für den Börsengang wurden UBS, Guotai Haitong Securities, GF Securities und Citic Securities benannt.

Ein Doppellisting – also die gleichzeitige Notierung an zwei Börsen – ist in China keine Seltenheit. Viele große Unternehmen sind sowohl an einer der chinesischen Festlandbörsen als auch in Hongkong gelistet, um Zugang zu internationalem Kapital zu erhalten. Für bestehende Aktionäre der sogenannten A-Aktien in Shenzhen bedeutet eine solche Transaktion jedoch in der Regel eine Verwässerung ihrer Anteile.

Verwässerungsangst treibt Verkaufswelle

Marktbeobachter führen den aktuellen Kursrückgang primär auf genau diese Verwässerungssorgen zurück. Bestehende Investoren reagierten auf die Aussicht einer großvolumigen Neuemission mit Verkäufen, um ihr Risiko zu reduzieren. Dieser Mechanismus ist typisch für Situationen, in denen ein bereits börsennotiertes Unternehmen durch eine weitere Kapitalerhöhung neue Aktien ausgibt – der Anteil jedes bestehenden Aktionärs am Gesamtunternehmen sinkt dadurch rechnerisch.

Der Verkaufsdruck wird durch die ohnehin schwache Performance der Aktie zusätzlich verstärkt. Mit einem Kursniveau zwischen rund 136,61 und 197,15 Yuan notiert das Papier deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 280,08 Yuan. Das entspricht einem Abstand von mehr als 29 Prozent zum Jahreshöchststand – ein Zeichen dafür, dass das Vertrauen der Anleger in den Titel bereits vor den IPO-Meldungen angeschlagen war.

Schwaches Marktumfeld in China verschärft die Lage

Zusätzlich belastet wurde die Stimmung durch das allgemein schwierige Marktumfeld in China. Sowohl der Shenzhen Component Index als auch der CSI 300 – zwei der wichtigsten chinesischen Aktienindizes – erreichten am Montag ihre jeweiligen Jahrestiefststände. Für deutsche Anleger, die in chinesische Technologie- und Industriewerte investiert sind, verdeutlicht dieser Fall die besonderen Risiken, die mit Doppellistings und dem regulatorischen Umfeld in China verbunden sind.

Die Kombination aus IPO-bedingter Verwässerungsangst, schwacher Kursentwicklung und einem insgesamt belasteten chinesischen Aktienmarkt setzt Dongshan Precision damit gleich von mehreren Seiten unter Druck. Wie sich der Kurs entwickelt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob und zu welchen Konditionen der Hongkong-Börsengang tatsächlich vollzogen wird.

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