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Die zuverlässigsten Dividendenaktien des S&P 500 schlagen den Markt

Der Index der S&P 500 Dividend Aristocrats umfasst 68 Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren erhöhen – und zuletzt stark abschnitten.

• 2 Min
Die zuverlässigsten Dividendenaktien des S&P 500 schlagen den Markt

Dividendenaktien haben in jüngster Zeit gut abgeschnitten – und innerhalb dieser breiten Gruppe sticht eine Kategorie besonders hervor. Die S&P 500 Dividend Aristocrats verzeichneten deutliche Kurssteigerungen und konnten sich auch während der Börsenpanik am Donnerstag gut behaupten. Das berichtet MarketWatch.

Der Index der S&P 500 Dividend Aristocrats (Ticker XX: SP50DIV) umfasst 68 Aktien. Aufgenommen wird ein Unternehmen nach einer einzigen Regel: Es muss seine Dividende für die gewöhnlichen Aktionäre mindestens 25 Jahre lang in Folge erhöht haben. Wie hoch die aktuelle Dividendenrendite ausfällt, ist für die Zugehörigkeit dagegen unerheblich.

Damit unterscheidet sich das Konzept deutlich von einer klassischen Hochdividenden-Strategie. Wer nur auf die aktuelle Rendite schaut, erwischt mitunter Unternehmen, deren Ausschüttung unter Druck steht. Die Dividend Aristocrats setzen stattdessen auf den Nachweis einer über viele Jahre hinweg durchgehaltenen Ausschüttungspolitik.

Der Index verlangt 25 Jahre in Folge steigender Dividenden

Ein solcher Rekord setzt voraus, dass ein Unternehmen über mehrere Konjunkturzyklen hinweg genügend freie Mittel erwirtschaftet hat, um Aktionäre Jahr für Jahr stärker zu beteiligen. Für Anleger ist das ein Filter, der weniger auf Momentaufnahmen als auf Beständigkeit abzielt. Die Kehrseite: Weil die aktuelle Rendite keine Rolle spielt, können auch Titel im Index vertreten sein, deren Dividendenrendite heute niedrig ausfällt, weil die Kurse stark gestiegen sind.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Beobachtung, dass sich die Gruppe auch in einer ausgeprägten Marktpanik behaupten konnte. Der Donnerstag wird in dem Bericht als Tag der Börsenpanik beschrieben – die Dividend Aristocrats hielten demnach stand. Eine solche relative Stabilität ist kein Garant für die Zukunft, verweist aber auf die Rolle, die verlässliche Ausschüttungen im Portfolio vieler Anleger spielen.

Anleger haben zwei Wege in dieses Segment

Der Bericht nennt zwei Zugangswege. Zum einen lässt sich die Gruppe als Ganzes investieren, also über ein Produkt, das den Index der 68 Unternehmen abbildet. Zum anderen verweist MarketWatch auf zwei Aktien-Screener, mit denen sich einzelne Unternehmen gezielt durchleuchten lassen. Wer den zweiten Weg wählt, kann eigene Schwerpunkte setzen – etwa auf Sektoren, Verschuldung oder die Frage, wie stark die Dividende zuletzt gewachsen ist.

Für deutsche Privatanleger ist das insofern relevant, als Dividendenstrategien hierzulande seit Jahren auf großes Interesse stoßen. Der Hinweis auf die 68 Titel und die einzige Aufnahmebedingung macht zugleich die Grenzen des Ansatzes deutlich: Der Index ist kein Qualitätsurteil über Bewertung oder Geschäftsmodell, sondern eine Auswahl nach einem formalen Kriterium. Wer einzelne Werte prüft, sollte deshalb zusätzlich Kennzahlen wie Ausschüttungsquote, Cashflow und Verschuldung ansehen.

Festzuhalten bleibt: Die S&P 500 Dividend Aristocrats haben zuletzt deutliche Kursgewinne erzielt und sich während der Panik am Donnerstag behauptet. Ob dieser Vorsprung anhält, ist offen – aus der Vergangenheit lässt sich keine Anlageempfehlung ableiten. Der Index liefert jedoch einen klaren, nachvollziehbaren Auswahlrahmen für Anleger, die auf kontinuierlich wachsende Ausschüttungen setzen wollen.

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