Devon Energy dominiert US-Rekordauktion für Öl- und Gasrechte
Die Trump-Administration erzielte bei einer Bundesland-Auktion in New Mexico und Texas einen historischen Erlös von über 4 Milliarden Dollar.

Devon Energy hat bei einer Rekordauktion der US-Regierung für Öl- und Gasbohrrechte auf Bundesland die dominierende Rolle gespielt. Das Unternehmen mit Sitz in Oklahoma City sicherte sich mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens der Versteigerung, die am Mittwoch von der Trump-Administration durchgeführt wurde. Dies geht aus Daten des U.S. Bureau of Land Management hervor.
Die Gesamtsumme des Verkaufs belief sich auf über 4 Milliarden US-Dollar und übertraf damit alle bisherigen Onshore-Auktionen der US-Regierung für Öl und Gas bei weitem. Der bisherige Rekordverkauf hatte im Jahr 2018 lediglich 972 Millionen Dollar erzielt – der neue Rekord liegt damit mehr als viermal so hoch. Als treibenden Faktor gilt unter anderem der Iran-Krieg, der das weltweite Ölangebot verknappt und die Nachfrage nach US-Rohöl erhöht hat.
Devon Energy als klarer Auktionsgewinner
Devon Energy erhielt den Zuschlag für 25 der insgesamt 74 versteigerten Parzellen. Die Gesamtgebote des Unternehmens summierten sich auf 2,5 Milliarden Dollar. Ein Unternehmenssprecher war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
Den höchsten Preis für eine einzelne Parzelle zahlte Devon mit 405,8 Millionen Dollar für 1.280 Acres im Lea County, New Mexico. Darüber hinaus erzielte das Unternehmen mit 357.129 Dollar den höchsten Preis pro Acre für eine 640 Acres große Parzelle – ebenfalls in Lea County. Diese Zahlen verdeutlichen das enorme Interesse an Bohrrechten im Permian Basin, dem produktivsten Ölfeld der Vereinigten Staaten.
Der zweitgrößte Bieter war die Federal Abstract Company, ein Landdienstleistungsunternehmen, das für fünf Parzellen Gebote im Gesamtwert von 1,1 Milliarden Dollar abgab. Zu den weiteren Teilnehmern der Auktion zählten Buffalo Frontier LLC, Veer Capital Partners LLC sowie Ridge Runner II Nominee Corp.
Politischer Rückenwind durch „American Energy Dominance"
Der Verkauf umfasste insgesamt 74 Parzellen mit einer Gesamtfläche von 33.530 Acres, die sich primär im Permian Basin in New Mexico befinden. Das Innenministerium erklärte, der Verkauf spiegele die starke Nachfrage der Industrie nach Bohrungen auf öffentlichem Grund wider.
Innenminister Doug Burgum kommentierte das Ergebnis mit deutlichen Worten: „Dieser Pachtverkauf von über 4 Milliarden Dollar ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die ‚American Energy Dominance'-Agenda von Präsident Trump Ergebnisse liefert." Weiter führte er aus: „Durch Kostensenkungen und die Beseitigung von Erschließungshindernissen setzen wir amerikanische Energie frei, stärken die nationale Sicherheit, schaffen Arbeitsplätze und generieren erhebliche Einnahmen für Steuerzahler und lokale Gemeinschaften."
Für deutsche Anleger und Energiebeobachter ist das Ergebnis dieser Auktion ein klares Signal: Die USA setzen ihren Kurs zur Ausweitung der heimischen Öl- und Gasförderung konsequent fort. Das Permian Basin in Texas und New Mexico gilt als das Herzstück der amerikanischen Schieferölproduktion und bleibt ein zentraler Faktor für die globale Energieversorgung. Die Rekordgebote zeigen, dass die Industrie trotz schwankender Ölpreise langfristig auf steigende Nachfrage und profitable Förderung setzt.
