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Deutsche Wirtschaft profitiert von Konjunkturprogramm – Energiewende stockt bei Speicherausbau

Bank of America hebt Wachstumsprognose auf 1% an, während Regulierungsunsicherheit Batteriespeicher-Investitionen bremst

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Deutsche Wirtschaft profitiert von Konjunkturprogramm – Energiewende stockt bei Speicherausbau

Die deutsche Wirtschaft zeigt erste positive Reaktionen auf staatliche Konjunkturmaßnahmen. Bank of America hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 auf 1% angehoben und begründet dies mit steigenden Fabrikaufträgen, die auf Dreimonatsbasis annualisiert um mehr als 40% zulegten. Für die gesamte Eurozone prognostiziert die US-Bank nun ein Wachstum von 1,2%.

Trotz der verbesserten Aussichten bleibt Bank of America bei europäischen Aktien insgesamt vorsichtig und sieht ein Abwärtspotenzial von rund 15%. Die Rally der vergangenen sechs Monate habe bereits viel Aufwärtspotenzial eingepreist. Deutsche Aktien könnten jedoch eine relative Outperformance von etwa 5% erzielen, da niedrige Bewertungen und fiskalische Unterstützung zusammenwirken. Besonders inländisch orientierte Unternehmen und Small Caps erscheinen attraktiv bewertet.

Energiespeicher: Große Projekte treffen auf regulatorische Hürden

Der Ausbau von Großbatteriespeichern kommt trotz ambitionierter Einzelprojekte nur schleppend voran. In Duisburg-Walsum entsteht eine moderne Speicheranlage mit modularen Würfelsystemen, die künftig eine mittelgroße Stadt mehrere Stunden versorgen kann. Die Energiegenossenschaft Trianel entwickelt in Waltrop einen der größten deutschen Speicherparks mit geplanten 1.800 Megawattstunden Kapität, der die bestehenden Netzanschlüsse einer ehemaligen Zeche nutzt.

Die Realität hinkt den Ambitionen jedoch deutlich hinterher. Laut NRW-Wirtschaftsministerium sind im Bundesland aktuell nur etwa 294 MWh Speicherkapazität ans Netz angeschlossen – ein Bruchteil des Bedarfs für die Energiewende. Wind- und Solarstrom erfordern deutlich mehr Speicherkapazität, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Die Bundesnetzagentur plant zudem eine Änderung der Netzentgeltbefreiung für Großspeicher, die bis 2029 in Betrieb gehen. Die bisherige 20-jährige Befreiung soll entfallen, da Speicher die Netzinfrastruktur intensiv nutzen und sich an den Kosten beteiligen sollten. Branchenvertreter wie Trianel warnen eindringlich: Die fehlende Planungssicherheit gefährde Investitionen in mehrjährige Projekte, da die künftige Kostenbasis unklar sei.

Tarifverhandlungen bei der Bahn zeigen Fortschritte

In den festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL zeichnet sich eine Annäherung ab. Nach der vierten Verhandlungsrunde meldeten beide Seiten Fortschritte bei strukturellen Kernpunkten. Die GDL hatte zuvor mit Gesprächsabbruch gedroht und eine Lösung innerhalb der Woche gefordert. Ab März, nach Ablauf der Friedenspflicht, stehen Warnstreiks im Raum. Das DB-Angebot sieht 3,8% Gehaltserhöhung in zwei Schritten über 30 Monate vor, strukturelle Anpassungen könnten weitere 2,2% bringen.

SAP bei globaler Tech-Allianz gegen digitale Fragmentierung

Der deutsche Softwarekonzern SAP beteiligt sich an der von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Ericsson initiierten 'Trusted Tech Alliance'. Das Bündnis aus 15 Technologiekonzernen, darunter AWS und Google, will einheitliche Standards für 'digitales Vertrauen' etablieren. Hintergrund sind wachsende Bedenken in Europa und Asien bezüglich Datenspeicherung und digitaler Abhängigkeit, verstärkt durch wahrgenommenen US-Isolationismus.

Die Allianz will der Fragmentierung durch nationale 'Technologiegrenzen' im Namen digitaler Souveränität entgegenwirken. Fünf Kernprinzipien umfassen starke Governance, ethisches Handeln, sichere Entwicklung, Einhaltung globaler Sicherheitsstandards und Unterstützung einer offenen digitalen Umgebung. Ericsson-CEO Börje Ekholm betonte, dass Technologie-Kennzeichnung nach Herkunft zu Handelshemmnissen werden könne: 'Kein einzelnes Land kann vollständig souverän sein.'

Energieimporte und Luxusgüter

Trotz Ukraine-Kriegs importierten EU-Staaten im vergangenen Jahr russisches Flüssiggas im Wert von etwa 7,4 Milliarden Euro, nur 3% weniger als 2024. Der Großteil der LNG-Importe stammte aus den USA (24,2 Milliarden Euro). Ab 1. November 2027 gilt ein vollständiges Importverbot für russisches LNG, mit Ausnahmeklausel bei Versorgungsengpässen. Die staatliche Sefe importiert weiterhin auf Basis bestehender Langfristverträge.

Der Schweizer Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet, mit starker deutscher Kundschaft, verzeichnete das stärkste Wachstum bei weiblichen Käufern. Die Generation Z macht mittlerweile 11% der Klientel aus. CEO Ilaria Resta setzt auf hochkomplexe Uhren für smartes Umsatzwachstum.

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