Der beste Dividenden-ETF zum Kaufen und Halten laut 15 Jahren Geschichte
Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF blickt kurz vor seinem 15-jährigen Bestehen auf 532 Prozent Rendite seit Auflage zurück.

Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF (SCHD) gilt laut The Motley Fool als einer der überzeugendsten Dividenden-ETFs für langfristig orientierte Anleger. Knapp zwei Wochen vor seinem 15-jährigen Bestehen blickt der Fonds auf eine Erfolgsbilanz zurück, die ihresgleichen sucht. Seit seiner Einführung erzielte er eine Rendite von 532 Prozent.
Viele Anleger zielen in ihren ersten Anläufen auf Home Runs ab, besonders da die großen Aktienindizes regelmäßig neue Höchststände erreichen. Glamouröse, hochdynamische Wachstumswerte übernehmen die Führung, während die Strategie aus „Singles und Doubles“ im Dividendeninvesting bei einigen Marktteilnehmern in den Hintergrund gerät. Dabei entfielen über das vergangene Jahrhundert betrachtet etwa ein Drittel der Gesamtrenditen des S&P 500 auf Dividenden.
Der Anteilstrend im Dividendeninvesting ist im vergangenen Jahrzehnt gesunken, was auf die Dominanz technologiebezogener Favoriten mit niedriger Rendite oder ohne Dividende zurückzuführen ist. Beim Dividendeninvesting zählen jedoch Geschichte und langfristige Perspektiven – und genau hier setzt der Schwab-Fonds an.
Die Details
SCHD bildet den Dow Jones U.S. Dividend 100 Index ab. In den vergangenen 15 Jahren war es schwierig, Dividenden-ETFs zu finden, die diesen Schwab-Fonds übertroffen haben. Beschränkt man den Zeitraum auf zehn Jahre, konkret das Jahrzehnt bis zum 30. September, schlugen nur acht Dividenden-ETFs den Schwab-Fonds.
Ein Vorteil vieler dieser acht Fonds war die höhere Exposition gegenüber Technologieaktien. Der Technologiesektor macht lediglich 9,2 Prozent des Gewichts des Schwab-Fonds aus. Gesundheitswesen und Konsumgüter des täglichen Bedarfs entfallen zusammen auf 41,1 Prozent des Fondsbestands, was seinen Status als Large-Cap-Value-Fonds unterstreicht.
Zu einer Zeit, in der Wachstumswerte die Hauptarbeit für den Markt leisten und die Schlagzeilen dominieren, mag der Status als Value-Fonds wie ein Nachteil erscheinen. Dem ist laut The Motley Fool nicht so: Die Bezeichnung bestätigt vielmehr, dass dieser Dividenden-ETF für Anleger nützlich ist, deren Portfolios möglicherweise zu stark in Wachstums- oder Technologieaktien investiert sind.
Auch bei den Kosten und der Ausschüttung schneidet der Fonds gut ab. Die Kostenquote beträgt 0,06 Prozent, was 6 Dollar bei einer Investition von 10.000 Dollar entspricht. Von den acht Dividenden-ETFs, die ihn im vergangenen Jahrzehnt übertrafen, wies nur einer eine niedrigere Kostenquote auf – und nur einer hatte eine höhere Dividendenrendite. Der Schwab-ETF verzeichnet eine 30-Tage-SEC-Rendite von 3,4 Prozent, mehr als das Dreifache der Rendite des S&P 500.
Diese Rendite stellt laut der Analyse ein Goldilocks-Szenario dar. Sie ist nicht hoch genug, um darauf hinzuweisen, dass der Fonds viele Yield-Traps enthält. Tatsächlich weisen viele seiner Bestandteile Ausschüttungssteigerungen auf, die sich über Jahrzehnte erstrecken. Ebenso ist die Dividendenrendite nicht so niedrig, dass dem Fonds die Fähigkeit zur Erzielung von Einkommen fehlt.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 21.07.2026 berichtete aktien.news, dass der SCHD den Dow Jones U.S. Dividend 100 Index abbildet – einen breit gestreuten Korb aus Aktien mit einer nachgewiesenen Geschichte regelmäßiger Dividendenzahlungen und -steigerungen. Damals lag die Rendite bei rund 3,3 Prozent und übertraf damit den typischen S&P-500-Indexfonds deutlich, der lediglich etwa 1 Prozent abwirft. Für ein passives Einkommen von monatlich 1.000 US-Dollar seien laut einer Berechnung von The Motley Fool insgesamt 11.429 Anteile nötig, bei einem Kurs von 33 US-Dollar pro Anteil und einer Dividende von 1,05 US-Dollar.
Am 14.09.2026 berichtete aktien.news, dass sich ein hypothetisches Investment von 10.000 US-Dollar in diesen Fonds über die vergangenen zehn Jahre unter der Annahme einer Wiederanlage von Dividenden und Kapitalgewinnen auf 34.400 US-Dollar vermehrt hätte. Das entspricht einem Gewinn von 24.400 US-Dollar, ohne dass ein einziger weiterer Dollar beigetragen wurde.
Am 22.09.2026 berichtete aktien.news über die Prognose, dass ein Dividendenwachstums-ETF den SCHD übertreffen werde. Der Bericht erinnerte zugleich an den häufig zitierten Satz, dass vergangene Performance keine Garantie für zukünftige Ergebnisse ist, und daran, dass die Stars von heute bei ETFs nicht zwangsläufig ihre Führungsposition über Jahre hinweg behalten.
Am 29.09.2026 berichtete aktien.news, dass Anleger mit stetigem und konsequentem monatlichem Investieren über einen Zeithorizont von 20 Jahren ein passives Einkommen von 1.000 US-Dollar pro Monat aufbauen können. Die zentrale Botschaft des damaligen Beitrags: Anleger müssen nicht über ein Portfolio mit einem sechsstelligen Saldo verfügen, bevor sie Einnahmen aus ihren Anlagen generieren.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger, die über einen Sparplan oder ein Depot in US-Dividenden-ETFs investieren, liefert die Analyse von The Motley Fool mehrere Anknüpfungspunkte. Der Fonds kombiniert laut Quelle die Zuverlässigkeit und Qualitätsmerkmale, die risikoscheue Anleger suchen, mit den Merkmalen des Einkommenswachstums, die jüngere Marktteilnehmer benötigen, um die Kraft des Zinseszinses über lange Haltedauern zu nutzen.
Bemerkenswert ist die sektorale Zusammensetzung: Mit nur 9,2 Prozent Technologieanteil unterscheidet sich SCHD deutlich von vielen breiten US-Indizes, in denen Technologiewerte ein weit größeres Gewicht haben. Anleger, deren Depot bereits stark auf Wachstums- und Technologieaktien ausgerichtet ist, könnten in einem Value-lastigen Dividenden-ETF daher eine Ergänzung sehen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Zu beachten ist außerdem, dass die genannten Renditen in US-Dollar erzielt wurden und die Ausschüttungen des Fonds der US-Quellensteuer unterliegen können. Für deutsche Anleger hängt die tatsächliche Nettorendite daher auch von der steuerlichen Behandlung im jeweiligen Depot ab.
Ausblick
Konkrete Termine nennt die Quelle nur einen: Knapp zwei Wochen nach Veröffentlichung des Beitrags begeht der Schwab U.S. Dividend Equity ETF sein 15-jähriges Bestehen. Aus den früheren Berichten von aktien.news stammen zwei weitere Zeithorizonte: der Vergleichszeitraum von zehn Jahren bis zum 30. September sowie ein Zeithorizont von 20 Jahren, über den sich laut dem Beitrag vom 29.09.2026 ein passives Einkommen von 1.000 US-Dollar monatlich aufbauen lässt. Ob der Fonds seine bisherige Bilanz fortsetzt, ist offen – der Hinweis auf die fehlende Garantie zukünftiger Ergebnisse gilt auch hier.
Kurz erklärt
- ETF: börsengehandelter Indexfonds, der einen Index nachbildet und wie eine Aktie an der Börse gehandelt wird.
- Dividendenrendite: Verhältnis der ausgeschütteten Dividende zum aktuellen Kurs eines Anteils.
- Large-Cap-Value-Fonds: Fonds, der überwiegend in große, vergleichsweise günstig bewertete Unternehmen investiert.
- Yield-Trap: Falle bei auffällig hohen Dividendenrenditen, wenn die Ausschüttung nicht dauerhaft tragfähig ist.
