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DAX schließt schwächer – Ölpreis und Tech-Sorgen drücken

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DAX schließt schwächer – Ölpreis und Tech-Sorgen drücken

Der DAX hat die Handelswoche mit einem Minus von 0,75 Prozent auf 25.181 Punkte beendet. Im Wochenvergleich bedeutet das einen Rückgang von rund 1,7 Prozent. Belastet wurde der deutsche Leitindex von anhaltenden Sorgen über den Technologiesektor, enttäuschenden Konzernbilanzen und dem starken Anstieg der Ölpreise. Zusätzlich lastet die Unsicherheit über die französischen Staatsfinanzen auf der Stimmung, da Anleger eine mögliche neue Euro-Krise befürchten.

Im Technologiesektor geht es laut Andreas Lipkow von CMC Markets längst nicht mehr um die grundsätzlichen Wachstumsperspektiven der Künstlichen Intelligenz. Vielmehr steht die Frage im Raum, ob sich die milliardenschweren Investitionen jemals in entsprechende Gewinne umwandeln lassen. Der US-Konzern Meta enttäuschte trotz guter Quartalszahlen, da Anleger auf die Rendite der geplanten Investitionen von 135 Milliarden Dollar in diesem Jahr warten. „Es gibt derzeit definitiv eine gesunde Skepsis gegenüber KI“, so Brendon Dashiell von Bogart Wealth. Die hohen Bewertungen machten die Branchentitel anfällig für Rückschläge.

Für zusätzliche Nervosität sorgt die Lage im Nahen Osten. Saudi Aramco hat laut einem Reuters-Bericht die Evakuierung seines Hauptsitzes in Dhahran angeordnet, Grund sind die zunehmenden Auseinandersetzungen mit den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen. Die ING-Experten warnen vor einer erneuten Eskalation am Persischen Golf, die die Ölversorgung bedrohen könnte. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet zuletzt rund 117 Dollar – Entspannung ist nicht in Sicht.

Die Anleihemärkte zeigen ein uneinheitliches Bild. Während die Renditen deutscher und US-amerikanischer Staatsanleihen nachgaben, stiegen sie in Frankreich weiter an. Zehnjährige Bundesanleihen rentieren mit 3,36 Prozent nach 3,41 Prozent in der Vorwoche. US-Treasuries mit gleicher Laufzeit werfen 4,97 Prozent ab, nach 5,09 Prozent vor einer Woche. Französische Staatsanleihen rentieren inzwischen mit rund 5,10 Prozent – der höchste Stand seit Mai 2002. Die Gründe sind die hohe Staatsverschuldung, Haushaltsprobleme und politische Instabilität.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf die kommende Woche, in der die Notenbanken wieder in den Fokus rücken. Die US-Notenbank Fed tagt nur sechs Tage vor den US-Zwischenwahlen. Trotz steigender Inflation dürfte sie sich kurz vor den Wahlen zurückhalten, so Robert Greil von Merck Finck. Er rechnet weder bei der Fed noch bei der EZB mit einer Zinsänderung, hält aber je eine weitere Erhöhung im Dezember für wahrscheinlich.

Am Freitag belastete der enttäuschende Quartalsbericht des französischen Triebwerkherstellers Safran die gesamte Branche. Die Aktien brachen um zehn Prozent ein und zogen Rolls-Royce, Melrose und MTU mit nach unten. MTU verlor fast fünf Prozent und stand am DAX-Ende.

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