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DAX erobert 25.600 Punkte zurück – SpaceX-Gewinn beflügelt Tech-Fantasie

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DAX erobert 25.600 Punkte zurück – SpaceX-Gewinn beflügelt Tech-Fantasie

Der deutsche Leitindex hat am Mittwoch seine Talfahrt der vergangenen Tage eindrucksvoll beendet. Nachdem der DAX am Vortag noch bis auf 25.050 Zähler abgerutscht war, markierte er im Tagesverlauf bei 25.706 Punkten ein neues Hoch und schloss mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 25.645 Zählern. Die Anleger klammerten sich an vage Hoffnungen auf eine Lösung im Iran-Konflikt und setzten zugleich auf die scheinbar unendliche Erfolgsgeschichte rund um Künstliche Intelligenz. Zarte Anzeichen einer geostrategischen Entspannung – etwa im Ukraine-Konflikt, wo die diplomatischen Drähte glühen – taten ihr Übriges.

Für Gesprächsstoff sorgte einmal mehr Elon Musk: Seine Weltraumfirma SpaceX hat nach einer langen Durststrecke im vergangenen Quartal einen Milliardengewinn erwirtschaftet. Unter dem Strich standen schwarze Zahlen von 4,4 Milliarden US-Dollar, der Umsatz sprang von 5,58 Milliarden auf 14,58 Milliarden Dollar. Treiber waren vor allem das Geschäft mit Internet aus dem All sowie mit KI-Rechenzentren. Zudem deutete Musk eine mögliche Fusion des E-Autobauers Tesla mit SpaceX an. Die asiatischen Märkte hatten bereits in der Nacht positiv reagiert, und auch die Nasdaq legte zu. Besonders gefragt waren Papiere von Super Micro, einem Hersteller von KI-Servern. Nach US-Börsenschluss werden an der Wall Street weitere Quartalszahlen von Tesla, IBM und Meta erwartet. „Die Ergebnisse gelten als Stresstest für die globale KI-Fantasie und dürften die Frage beantworten, ob die Tech-Giganten der fragilen Erholung des DAX den nötigen Schwung verleihen können“, sagt Frank Sohlleder von ActivTrades.

Gegen den Trend gaben Netflix-Aktien in New York nach. Der Streamingdienst verzeichnete das schwächste Wachstum seit Jahren: Der Umsatz legte um zwölf Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar zu – der niedrigste Zuwachs seit drei Jahren, wenngleich im Rahmen der Analystenerwartungen. Ein Warnsignal sendet zudem Frankreich: Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen durchbrach erstmals seit 24 Jahren die Marke von fünf Prozent und erreichte in der Spitze 5,002 Prozent. „Die Gemengelage in Frankreich ist extrem komplex und beunruhigend für Investoren“, sagte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. Auch die Ölpreise bleiben mit rund 108 Dollar je Barrel Brent hoch, belastet durch die Konflikte im Nahen Osten.

Im Unternehmenssektor überzeugte Adidas mit einer Gewinnprognoseerhöhung nach einem Rekordquartal. Die Deutsche Börse wuchs im dritten Quartal dank guter Geschäfte mit Finanzmarktprodukten erneut zweistellig. Lange Gesichter hingegen bei Fresenius Medical Care: Pläne der US-Regierung für eine Neuausrichtung der Nierenversorgung schickten die Aktien ans DAX-Ende – die USA sind für den Bad Homburger Konzern der wichtigste Markt. Nach US-Börsenschluss wird DAX-Schwergewicht SAP neue Zahlen vorlegen.

MarktberichtDAXBörseMärkteTagesschau

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