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DAX-Rekord auf wackeligem Grund

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX-Rekord auf wackeligem Grund

Die Rekordserie im DAX setzt sich fort, und die Marke von 17.000 Punkten rückt immer näher. Am gestrigen Handelstag erreichte der DAX zu Beginn ein neues Rekordhoch von 16.833 Punkten, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten und schloss bei 16.791,74 Punkten, etwa auf dem Niveau des Vortages. Analysten bezeichnen die Dynamik des Index als erlahmend und vermuten, dass die Investoren vor dem morgigen Zinsentscheid der US-Notenbank vorsichtig agieren.

Die Charttechniker von ING sind jedoch zuversichtlich und betonen, dass solange der DAX über 16.500 Punkten notiere, mit weiter steigenden Kursen zu rechnen sei. Die nächste wichtige Anlaufmarke auf der Oberseite sei die runde Marke von 17.000 Punkten. Insbesondere institutionelle Investoren, die ihre Bilanz nach einem starken Börsenjahr aufpolieren möchten, zeigen großes Interesse an einem möglichen Sprung des DAX über diese Marke.

Die sinkende US-Inflation hat die Anleger nicht dazu bewegt, verstärkt in den Aktienmarkt einzusteigen. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Dies stellt einen leichten Rückgang im Vergleich zu den 3,2 Prozent im Oktober dar. Die Kerninflationsrate, die von der US-Notenbank Federal Reserve besonders beachtet wird, blieb im November unverändert bei 4,0 Prozent. Fachleute argumentieren, dass sie den allgemeinen Preistrend genauer widerspiegelt, da sie schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel herausrechnet.

Experten bewerten die aktuellen Inflationsdaten als weitgehend neutral für die Federal Reserve. Sie erwarten, dass die Fed ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Inflation fortsetzen wird. Die Hoffnung auf sinkende Leitzinsen bleibt jedoch der wichtigste Treibstoff für die Aktienmärkte, und die Entscheidungen der Fed und der Europäischen Zentralbank in den kommenden Tagen werden mit großer Spannung erwartet.

An den US-Börsen kehrten die Käufer nach einem schwachen Start zumindest zaghaft zurück. Der Dow-Jones-Index notierte 0,2 Prozent fester bei 36.494 Punkten, und der S&P 500 stieg um 0,1 Prozent auf 4.627 Zähler. Auch der Nasdaq 100 drehte ins Plus und kletterte um 0,4 Prozent auf 16.280 Stellen. Die Märkte scheinen auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank zu reagieren, da die Hoffnung auf sinkende Zinsen weiterhin im Vordergrund steht.

Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise hatte keinen nachhaltigen Einfluss auf den Euro. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,0788 Dollar, ein leichter Anstieg im Vergleich zum frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0804 Dollar fest. Positive Nachrichten kamen von den ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland, die den fünften Monat in Folge gestiegen sind und den besten Indexwert seit März erreicht haben. Die Erwartungen an mögliche Zinssenkungen der EZB steigen ebenfalls.

Verschiedene Unternehmen sorgen ebenfalls für Schlagzeilen. Die Flugzeugleasinggesellschaft Avolon hat weitere 100 Kurzstreckenmaschinen vom Typ A321neo bei Airbus bestellt und 40 Boeing 737 MAX ordert. Die Großreederei MSC hat auf ihrem Weg zum geplanten Einstieg beim Hamburger Hafenlogistik-Konzern HHLA wichtige Fortschritte gemacht, während der Rückversicherer Hannover Rück einen kräftigen Gewinnsprung für das kommende Jahr ankündigt. Bei MTU-Triebwerken könnten höhere Wartungskosten aufgrund verschärfter Vorschriften drohen, und SAP bleibt trotz enttäuschender Oracle-Zahlen stabil. Gleichzeitig plant Gea, klimafreundlicher zu werden, und der Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec rechnet mit einer schrittweisen Erholung. Im Gegensatz dazu kündigt Hasbro einen Stellenabbau an, und der Spieleentwickler Epic Games erzielt einen Sieg im Rechtsstreit gegen Google.

Die Entwicklungen an den Finanzmärkten bleiben weiterhin spannend, da die Investoren auf die Entscheidungen der Zentralbanken und weitere wirtschaftliche Entwicklungen achten.

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