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DAX verpasst neues Rekordhoch

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DAX verpasst neues Rekordhoch

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigten sich zu Beginn der Woche zurückhaltend, und der DAX konnte keine klaren Bewegungen verzeichnen. Trotzdem bleibt die Stimmung weiterhin optimistisch, da das Allzeithoch von 16.529 Punkten aus dem Juli in greifbarer Nähe liegt. Obwohl der DAX gestern nur geringfügig von seinem Schlussstand vom Freitag bei 16.397 Punkten abwich und bei 16.404 Punkten schloss, ergab sich lediglich ein Mini-Gewinn von 0,04 Prozent. Der Aufwärtstrend des deutschen Leitindex seit Ende Oktober wurde hauptsächlich von Spekulationen auf Zinssenkungen angetrieben, die trotz der wiederholten Bereitschaft der US-Notenbank Federal Reserve, die Zinsen zu erhöhen, weiterhin anhalten. Der DAX bewegte sich heute zwischen 16.386 und 16.455 Punkten, und der MDAX, der die mittelgroßen Werte repräsentiert, verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,46 Prozent auf 26.370 Punkte.

Die Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Wochenende hatte den Erwartungen der Anleger bezüglich Zinssenkungen weiteren Auftrieb gegeben. Powell betonte zwar die Bereitschaft der Fed, die Zinsen gegebenenfalls noch weiter anzuheben, jedoch wurde auch darauf hingewiesen, dass die Geldpolitik bereits recht restriktiv sei. Die Märkte warten nun gespannt auf neue Konjunkturdaten in dieser Woche, darunter Auftragseingänge aus der Industrie und Stimmungsindikatoren. Besonders der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag wird mit großer Spannung erwartet. Investoren hoffen darauf, dass die Daten eine klare Grundlage für Zinssenkungen bieten, die von vielen am Markt ersehnt werden. Dennoch bleiben führende Vertreter der Federal Reserve größtenteils zurückhaltend in Bezug auf solche Erwartungen. Trotz der Rally der letzten Wochen ist bereits viel in den Kursen auf beiden Seiten des Atlantiks enthalten. Bruno Schneller, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Invico, äußerte die Ansicht, dass wenn die anstehenden Daten den Erwartungen der Fed entsprechen, dies das Ende der Zinserhöhungen in diesem Jahr und den Beginn von Zinssenkungen im Jahr 2024 bedeuten könnte.

Auch an den US-Börsen zeigten sich die Anleger zögerlich, und die großen Indizes tendierten zu Wochenbeginn schwächer. Der Dow Jones, der am Freitag in Reichweite seines Rekordhochs aus dem August 2020 bei 36.952 Punkten geschlossen hatte, verzeichnete einen Rückgang von knapp einem halben Prozent, während die Technologiebörse Nasdaq sogar ein Minus von etwa 1,4 Prozent verzeichnete. Dem Dow fehlen nur noch 1,9 Prozent bzw. etwa 700 Punkte, um sein altes Bestmarke zu erreichen. Die Unsicherheit vor der letzten Zinssitzung der Fed in diesem Jahr, die am 13. Dezember stattfindet, ist spürbar. Zuvor stehen wichtige Wirtschaftsdaten auf der Agenda, die nicht nur aus den USA, sondern auch aus China stammen. Zudem nehmen die Spannungen im Nahen Osten wieder zu, da Israels Militär seine Operationen im Gazastreifen auf das gesamte Palästinensergebiet ausweitet und US-Marineschiffe bei Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer zur Hilfe eilen. Die Jahresendrally an den Börsen wurde durch die jüngsten Inflationsentwicklungen in den USA und der Eurozone ausgelöst.

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