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DAX 40 ab sofort rund um die Uhr handelbar

Alle 40 DAX-Aktien lassen sich nun auch nachts und am Wochenende handeln – über die Plattform 360X.

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DAX 40 ab sofort rund um die Uhr handelbar

Die 40 Aktien des DAX sind ab sofort rund um die Uhr handelbar. Möglich machen das neue Handelszeiten, die ausdrücklich auch den Nacht- und Wochenendhandel umfassen. Eine Voraussetzung gibt es allerdings: Der Zugang besteht nur, wenn die eigene Bank das Angebot bereitstellt.

Wer außerhalb der klassischen Börsenzeiten handelt, tut dies nicht über Xetra, sondern über die Plattform 360X. Xetra ist der elektronische Handelsplatz der Deutschen Börse und werktags von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. An 360X sind die Deutsche Börse und die Commerzbank beteiligt; die Plattform wurde 2021 gegründet.

Was sich für Anleger ändert

Die Eröffnungsauktionen auf Xetra bleiben unberührt. Die Kurse, die auf 360X entstehen, bestimmen nicht den offiziellen Eröffnungskurs. Die Abwicklung läuft über die bestehenden Clearstream-Konten. Clearstream ist der Dienstleister der Deutschen Börse für Abwicklung und Verwahrung.

Für Privatanleger sind erweiterte Zeiten nicht völlig neu. Seit Dezember des vergangenen Jahres ist der Handel für sie bereits von 8:00 bis 22:00 Uhr möglich. Der Schritt zu einem durchgehenden Angebot ist damit eine weitere Ausweitung des Zeitfensters.

"Die Deutsche Börse Group hat das Ziel, die erste europäische Finanzmarktinfrastruktur zu sein, die ein 24/7-Angebot für klassische Blue-Chip-Aktien ermöglicht", sagt Eric Leupold, Head of Cash Market bei der Deutschen Börse Group. Carlo Kölzer, Head of Digital and FX bei der Deutschen Börse Group und Co-CEO von 360X, ergänzt: "Indem wir die DAX 40-Titel auf 360X handelbar machen, verbinden wir tiefe, regulierte Liquiditätspools auf sichere Weise mit der Flexibilität einer Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit."

Worauf Anleger achten sollten

Der Handel außerhalb der Hauptzeiten ist weniger liquide. Das bedeutet: Es werden weniger Aktien umgesetzt, und die Spreads – also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis – können weiter sein. Anleger sollten deshalb Konditionen und Preise genau prüfen und nicht allein auf die Verfügbarkeit schauen. Ein durchgehendes Angebot ist kein Garant für günstige Ausführung.

Ein Vorteil liegt in der Flexibilität. Wichtige Nachrichten fallen oft am Abend oder am Wochenende an. Wer dann reagieren möchte, kann dies nun tun, ohne bis zur nächsten Xetra-Sitzung warten zu müssen. Genau dieser Wunsch nach Handel außerhalb der üblichen Zeiten wächst, wenn die Börsenstimmung gut ist.

Längere Handelszeiten sind historisch kein neues Phänomen. Die Zeitfenster wurden in der Vergangenheit wiederholt ausgeweitet. Mit dem Schritt zu einem 24/7-Angebot für die größten deutschen Standardwerte erreicht diese Entwicklung nun eine neue Stufe. Die Deutsche Börse ordnet den Schritt als "wichtigen Schritt hin zu einer rund um die Uhr verfügbaren europäischen Marktinfrastruktur" ein.

Für Anleger bleibt festzuhalten: Die neuen Zeiten erweitern die Möglichkeiten, ersetzen aber nicht die Sorgfalt bei der Order. Wer nachts oder am Wochenende kauft oder verkauft, handelt auf einer anderen Plattform als tagsüber und sollte sich der möglichen Preisunterschiede bewusst sein.

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