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Citi: Fed-Erwartungen könnten zu restriktiv ausfallen

Citi-Analysten warnen vor zu hawkischen Markterwartungen vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch.

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Citi: Fed-Erwartungen könnten zu restriktiv ausfallen

Die Markterwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve könnten nach Einschätzung von Citi-Analysten zu restriktiv ausfallen. In einer Notiz vom Dienstag wiesen die Experten darauf hin, dass die Märkte möglicherweise eine zu hawkische Haltung einpreisen, bevor am Mittwoch die Zinsentscheidung ansteht.

Die Bank geht in ihrem Basisszenario von einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte aus. Allerdings erwartet Citi, dass diese Erhöhung im Sinne einer dovishen Ausrichtung erfolgen wird. Begründet wird dies mit einer erwarteten Forward Guidance, die auf weitere Anhebungen verzichtet.

Citis Erwartungen an die Fed-Kommunikation

Citi ist der Auffassung, dass Fed-Vorsitzender Kevin Warsh den bevorstehenden Schritt als „leichte Anpassung“ oder „Kalibrierung“ charakterisieren wird. Zudem dürfte er andeuten, dass keine weiteren Erhöhungen erforderlich sein könnten, sofern die Inflation wieder in Richtung des Zielwerts tendiert.

Die Bank glaubt, dass Teile der aktualisierten wirtschaftlichen Projektionen der Fed diesen Eindruck verstärken dürften. Die medianen Punkte, die sogenannten „Dots“, dürften wahrscheinlich nur eine weitere Erhöhung für dieses Jahr sowie die Wiederaufnahme von Senkungen im Jahr 2027 anzeigen.

Dies stünde im Einklang mit der Ansicht, dass Leitzinssätze in der Nähe von 4 Prozent leicht restriktiv seien und diese Restriktion aufgehoben werden sollte, sobald die Inflation nachlässt. „Die Projektionen für die Kern-PCE-Inflation dürften gegenüber Juni revidiert werden, was methodische Änderungen widerspiegelt“, schrieb die Bank.

Das hawkische Risiko

Citi warnte jedoch, dass der wichtigste Treiber des Gesamttons und das schwer Vorhersehbare darin besteht, wie Warsh über die Erhöhung spricht. Das hawkische Risiko bestehe darin, dass er einfach betone, es gebe noch mehr „zu tun“, ohne kurzfristige Guidance anzubieten.

Die Märkte könnten dies als Signal dafür interpretieren, dass bei den Sitzungen im Oktober und Dezember mit weiteren Erhöhungen zu rechnen sei, verbunden mit dem Risiko weiterer Anhebungen bis 2027. Citi bemerkte, dass Warschs Präferenz, wenig Guidance zu geben, den Märkten Spielraum lasse, eine restriktivere Politik einzupreisen, als die Bank erwartet.

Bedeutung für Anleger

Für deutsche Anleger ist die Fed-Entscheidung von großer Bedeutung, da die US-Geldpolitik maßgeblichen Einfluss auf die globalen Finanzmärkte hat. Eine überraschend hawkische Haltung der Fed könnte zu Kursverlusten an den Aktienmärkten führen, während eine dovish ausfallende Entscheidung als positives Signal gewertet werden dürfte.

Die Unsicherheit über den genauen Tonfall der Fed-Kommunikation bleibt jedoch hoch. Anleger sollten daher die Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung genau verfolgen, um Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank zu erhalten.

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