Chinas Industrie schrumpft im Februar auf Vier-Monats-Tief
Der offizielle PMI fiel auf 49,0 Punkte – schwache Nachfrage und geringe Investitionen belasten die Fabrikaktivität.

Chinas Industriesektor hat im Februar erneut an Dynamik verloren. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) sank auf 49,0 Punkte – den niedrigsten Stand seit vier Monaten. Damit schrumpfte die Fabrikaktivität im zweiten Monat in Folge.
Der Rückgang gegenüber dem Januar-Wert von 49,3 Punkten signalisiert eine anhaltende Schwäche in der chinesischen Industrie. Besonders besorgniserregend: Der Index blieb erneut unter der entscheidenden 50-Punkte-Marke, die Wachstum von einer Kontraktion trennt. Auch die Erwartungen der Analysten wurden verfehlt – eine Reuters-Umfrage hatte einen Median-Wert von 49,1 Punkten prognostiziert.
Als Hauptursachen gelten die schwache Binnennachfrage und mangelnde Investitionsbereitschaft. Zwar versucht China, über verstärkte Warenexporte gegenzusteuern, doch reichen diese Bemühungen offenbar nicht aus, um die strukturellen Schwächen im Inland zu kompensieren.
Weiterer Stimulus gefordert
Die Daten erhöhen den Druck auf Peking, zusätzliche konjunkturpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Experten und Märkte beobachten genau, ob die chinesische Regierung mit gezielten Stimulusprogrammen reagieren wird. Für die Weltwirtschaft und exportorientierte Unternehmen in Deutschland ist Chinas Industrieentwicklung von erheblicher Bedeutung.
Deutsche Firmen, die stark vom China-Geschäft abhängig sind – darunter Maschinenbauer und Automobilhersteller – dürften die Entwicklung mit Sorge verfolgen. Eine anhaltende Schwäche der chinesischen Industrieproduktion könnte die Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern und Vorprodukten weiter dämpfen.
