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Großbritannien: OBR senkt Wachstumsprognose 2026 auf 1,1 Prozent

Finanzministerin Rachel Reeves präsentiert revidierte Wirtschaftsaussichten – deutlich schwächer als bisher erwartet.

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Großbritannien: OBR senkt Wachstumsprognose 2026 auf 1,1 Prozent

Die britische Wirtschaft wird im Jahr 2026 langsamer wachsen als bisher angenommen. Finanzministerin Rachel Reeves gab am Dienstag bekannt, dass das Office for Budget Responsibility (OBR) – die unabhängige britische Haushaltsbehörde – seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,1 Prozent gesenkt hat. Ursprünglich hatte das OBR noch ein Wachstum von 1,4 Prozent vorhergesagt.

Die Korrektur nach unten fällt damit merklich aus. Zuletzt war die Schätzung bereits von 1,4 auf 1,3 Prozent reduziert worden, bevor sie nun auf 1,1 Prozent fiel. Reeves stellte die aktualisierten Zahlen im Rahmen ihrer halbjährlichen Aktualisierung der britischen Finanzlage vor – einem wichtigen Termin im Kalender der britischen Haushaltspolitik.

Mittelfristige Aussichten bleiben stabiler

Für die Folgejahre zeichnet das OBR ein etwas freundlicheres Bild. Die Behörde erwartet, dass die britische Wirtschaft in den Jahren 2027 und 2028 jeweils um 1,6 Prozent zulegen wird. Für 2029 und 2030 geht die Prognose von einem Wachstum von jeweils 1,5 Prozent aus.

Reeves betonte, dass das durchschnittliche Wachstum über den gesamten Prognosezeitraum weitgehend unverändert bleibe. Das OBR habe lediglich das Wachstumsprofil des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zeitlich verschoben – schwächer im Jahr 2026, dafür stärker in den Jahren 2027 und 2028. Das Gesamtbild der britischen Wirtschaftsleistung bleibt damit aus Sicht der Regierung intakt.

Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Englandgeschäft ist die Entwicklung relevant: Großbritannien ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Eine schwächere britische Konjunktur kann sich auf Exportchancen und die Nachfrage nach deutschen Produkten und Dienstleistungen auswirken. Die Pfund-Entwicklung bleibt dabei ein zusätzlicher Einflussfaktor.

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