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China kauft mehr US-Öl: Wright sieht natürliche Handelspartnerschaft

US-Energieminister Chris Wright erklärt, warum China und die USA im Energiebereich ideale Partner sind – trotz geopolitischer Spannungen.

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China kauft mehr US-Öl: Wright sieht natürliche Handelspartnerschaft

US-Energieminister Chris Wright sieht China und die Vereinigten Staaten als natürliche Handelspartner im Energiebereich. In einem Interview mit CNBC in Port Arthur, Texas, erklärte Wright am Freitag, dass China seine Rohölimporte aus den USA deutlich hochfahren werde. Die Logik dahinter ist simpel: China ist der weltweit größte Ölimporteur, die USA der größte Produzent.

„Es gibt dort einen natürlichen Energiehandel", sagte Wright gegenüber CNBC-Moderator Brian Sullivan. Bereits Präsident Donald Trump hatte zuvor gegenüber Fox News erklärt, China habe zugestimmt, mehr Öl aus den USA zu kaufen. Peking hat eine solche Vereinbarung bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.

Hormus-Blockade als Treiber der Neuausrichtung

Der Hintergrund für die wachsende Bedeutung amerikanischer Öllieferungen liegt in der aktuellen Krise rund um die Straße von Hormus. Seit einem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar hat Teheran den strategisch wichtigen Seeweg blockiert. Etwa 20 Prozent der weltweiten Ölvorräte passierten diesen Engpass zuvor täglich – ein Ausfall mit historischen Dimensionen.

Die iranische Blockade hat nach Angaben des Energieministers die größte Unterbrechung der Energieversorgung in der Geschichte ausgelöst. Besonders betroffen sind die arabischen Golfstaaten, deren Volkswirtschaften tiefgreifend beeinträchtigt wurden. China, das traditionell stark vom Nahen Osten und dem Persischen Golf abhängig ist, spürt den Druck ebenfalls – konnte die Engpässe bislang jedoch durch seine massiven strategischen Ölreserven abfedern.

Wright zeigte sich überzeugt, dass die Straße von Hormus langfristig an Bedeutung verlieren werde. „Das ist eine Karte, die man nur einmal ausspielen kann", sagte er über die iranische Störung der Meerenge. Die Golfstaaten würden nach dem Krieg verstärkt auf Pipelines setzen, die Hormus umgehen. Die Vereinigten Arabischen Emirate planen bereits, den Bau einer neuen West-Ost-Pipeline zu beschleunigen, die den Seeweg vollständig umgeht.

Alaska als langfristige Lieferquelle für Asien

Kurzfristig werde China mehr Öl von der US-Golfküste importieren, so Wright. Mittelfristig sieht der Energieminister jedoch Alaska als zentrale Lieferquelle für China und andere asiatische Käufer. Die Trump-Administration treibt die Ölproduktion in Alaska aktiv voran, um das Angebot auf den Weltmärkten zu erhöhen und neue Exportmärkte zu erschließen.

Die Entwicklungen zeigen, wie stark geopolitische Ereignisse die globalen Energieströme neu ordnen können. Für deutsche Anleger und Energiemarktbeobachter ist die Situation besonders relevant: Eine dauerhafte Verlagerung chinesischer Ölimporte weg vom Persischen Golf hin zu amerikanischen Quellen würde die globale Ölpreisstruktur und die Marktmacht der OPEC-Staaten nachhaltig verändern. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob Peking die von Trump genannte Vereinbarung offiziell bestätigt und in welchem Umfang die Lieferungen tatsächlich steigen werden.

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