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China-Export: Wachstum verlangsamt sich im Dezember trotz Rekordüberschuss

Chinas Exportwachstum dürfte sich im Dezember 2025 auf 3,0% verlangsamt haben, nachdem im November noch ein Plus von 5,9% verzeichnet wurde. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt setzt verstärkt auf neue Absatzmärkte in Südostasien, Afrika und Lateinam

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China-Export: Wachstum verlangsamt sich im Dezember trotz Rekordüberschuss

Chinas Exportwachstum hat sich im Dezember 2025 voraussichtlich deutlich verlangsamt. Laut einer Reuters-Umfrage unter 34 Ökonomen stiegen die Ausfuhren im Jahresvergleich um 3,0 Prozent, nach 5,9 Prozent im Vormonat. Der Rückgang ist hauptsächlich auf eine hohe Vergleichsbasis zurückzuführen, da chinesische Unternehmen im Dezember 2024 noch massiv US-Bestellungen vor der Amtseinführung von Präsident Donald Trump vorgezogen hatten.

Fokus auf neue Absatzmärkte

Die anhaltenden Handelsspannungen mit den USA haben chinesische Exporteure zum Umdenken gezwungen. Peking reagiert auf die erneuten Zollturbulenzen seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 mit einer strategischen Neuausrichtung. Chinesische Unternehmen verlagern ihren Fokus verstärkt auf Südostasien, Afrika und Lateinamerika, um die Verluste durch US-Zölle zu kompensieren. Diese Strategie stößt allerdings auf wachsenden Widerstand in den neuen Zielmärkten, die sich zunehmend Sorgen über chinesische Überkapazitäten machen.

Erstmals Handelsbilanzüberschuss von 1 Billion Dollar

Ein historischer Meilenstein wurde im November 2025 erreicht: China verzeichnete erstmals einen Handelsbilanzüberschuss von einer Billion US-Dollar. Dieses Rekordergebnis unterstreicht die anhaltende Exportstärke der chinesischen Wirtschaft trotz globaler Herausforderungen. Allerdings sind sich Ökonomen uneinig, ob chinesische Unternehmen ihre Expansion in neue Märkte im Dezember aufrechterhalten konnten.

Breite Streuung der Prognosen

Die Einschätzungen der Finanzexperten gehen weit auseinander. Während Huatai Securities mit 6,5 Prozent das höchste Wachstum prognostizierte, erwarteten Ökonomen der Peking-Universität einen Rückgang von 3,7 Prozent. Die Economist Intelligence Unit, Deutsche Bank und JP Morgan lagen mit Prognosen von 4,1, 4,0 und 3,7 Prozent im mittleren Bereich. Nomura und Citigroup zeigten sich mit jeweils 2,0 Prozent deutlich pessimistischer.

Importe bleiben schwach

Auf der Importseite zeichnet sich weiterhin Schwäche ab. Die Einfuhren dürften lediglich um 0,9 Prozent gestiegen sein, was auf eine verhaltene Binnennachfrage hindeutet. Dies unterstreicht die Herausforderungen der chinesischen Wirtschaft, die trotz starker Exporte mit einer schwachen Inlandsnachfrage zu kämpfen hat.

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