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Chevron startet Öl- und Gasexploration südlich von Malta

Der US-Energiekonzern weitet seine Mittelmeer-Aktivitäten in eine bislang unerschlossene Region aus.

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Chevron startet Öl- und Gasexploration südlich von Malta

Chevron hat am Dienstag bekanntgegeben, dass das Unternehmen südlich von Malta nach Öl und Gas suchen wird. Damit dringt der US-Energiekonzern in Gewässer vor, die in unmittelbarer Nähe der etablierten Mittelmeer-Produzenten Libyen, Italien und Tunesien liegen. Malta selbst verfügt bislang über keinerlei eigene Öl- oder Gasförderung.

Die geplanten Explorationsstudien werden sich auf bereits vorhandene Daten stützen. Neue Bohrungen sind zunächst nicht vorgesehen, wie das Unternehmen mitteilte. Dieser Ansatz ermöglicht eine erste Einschätzung des Potenzials der Region ohne den hohen Kostenaufwand einer direkten Bohrkampagne.

Chevrons wachsendes Mittelmeer-Portfolio

Chevron ist im Mittelmeerraum bereits gut aufgestellt. Das Portfolio des Konzerns umfasst operative Beteiligungen an den israelischen Gasfeldern Leviathan und Tamar – zwei der bedeutendsten Gasfelder der östlichen Mittelmeerregion. Darüber hinaus ist Chevron am Aphrodite-Feld beteiligt, das derzeit vor der Küste Zyperns erschlossen wird.

Neben diesen operativen Beteiligungen hält Chevron auch Explorationsblöcke vor den Küsten Griechenlands und Ägyptens. Die Erweiterung in maltesische Gewässer fügt sich damit in eine klare strategische Ausrichtung des Konzerns ein, seine Präsenz im gesamten Mittelmeerraum systematisch auszubauen.

Wettbewerber Exxon Mobil zieht nach

Chevron ist mit dieser Strategie nicht allein. Auch der US-Konkurrent Exxon Mobil hat sein Portfolio in der Mittelmeerregion in ähnlicher Weise erweitert. Der Wettbewerb der großen amerikanischen Energiekonzerne um Explorationsflächen im Mittelmeer verdeutlicht das wachsende Interesse an der Region als Energiequelle.

Das Mittelmeer gilt als eine der geologisch vielversprechenden Regionen für Kohlenwasserstoff-Vorkommen. Insbesondere das östliche Mittelmeer hat in den vergangenen Jahren durch bedeutende Gasfunde Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Exploration in maltesischen Gewässern könnte nun auch den zentralen Teil des Mittelmeers stärker in den Fokus der Energiewirtschaft rücken.

Für Malta selbst könnte eine erfolgreiche Exploration eine wirtschaftlich bedeutsame Entwicklung darstellen. Das Inselland ist bislang vollständig auf Energieimporte angewiesen. Eigene Fördervorkommen würden die Energieversorgung des Landes grundlegend verändern – vorausgesetzt, die Studien liefern vielversprechende Ergebnisse.

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