Charles Schwab steigert Gewinn um 30% und startet Kryptohandel
Rekordumsatz von 6,5 Milliarden Dollar und Rekordhandelsvolumen treiben den US-Broker zu starken Quartalsergebnissen.

Charles Schwab hat im ersten Quartal einen Gewinnsprung von 30 Prozent verzeichnet. Der Nettogewinn des US-Brokerhauses stieg auf 2,48 Milliarden Dollar, nach 1,91 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, seinen Kunden in Kürze den Handel mit Bitcoin und Ether auf seiner Plattform zu ermöglichen.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,43 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,40 Dollar laut FactSet. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf den Rekordwert von 6,5 Milliarden Dollar. Maßgeblich dazu beigetragen hat ein Anstieg der Handelserlöse um 20 Prozent sowie ein Wachstum des Zinsüberschusses um ebenfalls 16 Prozent.
Rekordhandelsaktivität der Kunden
Die Handelsaktivität der Schwab-Kunden erreichte im ersten Quartal ein historisches Hoch. Die durchschnittliche Anzahl der täglichen Trades stieg auf den Rekordwert von 9,9 Millionen. Das gesamte verwaltete Kundenvermögen erhöhte sich um 19 Prozent auf 11,8 Billionen Dollar.
CEO Rick Wurster erklärte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass die Trader des Unternehmens zunehmend verunsichert seien. „Unsere Trader sind angesichts der Geopolitik [und] der potenziellen Wirtschaftsentwicklung zunehmend verunsichert", sagte Wurster. Er ergänzte, dass Schwab-Trader kleinere Positionen eingegangen seien und diese über kürzere Zeiträume gehalten hätten – ein klares Zeichen für erhöhte Vorsicht an den Märkten.
Schwab folgt dem Trend zur Krypto-Integration
Mit der geplanten Einführung des Kryptohandels reiht sich Schwab in eine wachsende Gruppe traditioneller Finanzinstitute ein, die digitale Vermögenswerte in ihr Angebot aufnehmen. Das Unternehmen reagiert damit auf die anhaltende Nachfrage von Privatanlegern nach Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Konkrete Details zum genauen Starttermin nannte Schwab bislang nicht.
Der Schritt ist für den deutschen Markt besonders relevant, da auch hierzulande immer mehr Broker und Banken Kryptowährungen als Anlageklasse integrieren. Die Entwicklung bei Schwab zeigt, dass der Trend zur Demokratisierung des Kryptohandels auch bei den größten Brokerhäusern der Welt angekommen ist.
Die starken Quartalszahlen von Schwab spiegeln ein breiteres Bild wider: Volatile Finanzmärkte und geopolitische Unsicherheiten treiben Anleger zu erhöhter Handelsaktivität. Für Schwab als einer der größten Retail-Broker der USA bedeutet mehr Handelsvolumen direkt höhere Einnahmen – ein Geschäftsmodell, das in turbulenten Marktphasen besonders profitiert.
