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CBOT: Weizen- und Maispreise steigen vor wichtigen USDA-Berichten

Weizen erholt sich von Sechs-Wochen-Tief, Mais legt zu – Anleger warten auf USDA-Daten und russische Exportprognose.

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CBOT: Weizen- und Maispreise steigen vor wichtigen USDA-Berichten

Die Terminkontrakte für Weizen und Mais an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Mittwochvormittag zugelegt. Hintergrund ist die Positionierung der Marktteilnehmer im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Quartalsberichte des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA). Veröffentlicht werden an diesem Tag sowohl die Daten zu den Getreidebeständen als auch der Bericht zur jährlichen Ernte kleiner Getreidesorten – beide waren für 11:00 Uhr CDT angesetzt.

Im Weizensektor erholten sich die Notierungen von einem Sechs-Wochen-Tief. Der Dezember-Kontrakt für Soft Red Winter Wheat stieg um 5-3/4 Cent auf 6,98-1/2 US-Dollar pro Scheffel. Auch die Preise für Hard Red Winter Wheat in Kansas City und Spring Wheat in Minneapolis legten zu, und zwar um 7-1/4 beziehungsweise 5-3/4 Cent. Für deutsche Marktbeobachter ist die Entwicklung relevant, da die CBOT-Notierungen als globaler Referenzpreis für den internationalen Getreidehandel gelten und sich mittelbar auch auf europäische Weizen- und Maiskontrakte auswirken.

Analysten erwarten Korrektur der USDA-Weizenprognose

Von Reuters befragte Analysten rechnen damit, dass das USDA seine Prognose für die US-Weizenernte 2026 von zuvor 1,531 Milliarden auf 1,524 Milliarden Scheffel nach unten korrigiert. Eine solche Revision würde das Angebot an US-Weizen enger erscheinen lassen und damit preisstützend wirken. Bestätigt sich die Erwartung, dürfte der Markt die zuletzt schwächere Preisentwicklung als überzogen einordnen.

Zusätzliche Unterstützung erhielt die Marktstimmung durch eine internationale Ausschreibung Pakistans, bei der rund 180.000 Tonnen Weizen erworben wurden. Auf der Angebotsseite fiel zugleich eine Nachricht ins Gewicht, die russische Exporte betreffend: Das Beratungsunternehmen SovEcon reduzierte seine Prognose für die russischen Getreideexporte 2026/27 von 49,4 Millionen auf 44,7 Millionen Tonnen. Als Begründung nannte SovEcon Störungen an den russischen Südhäfen. Da Russland zu den größten Weizenexporteuren der Welt zählt, verschiebt eine geringere Ausfuhrmenge potenziell Nachfrage auf andere Herkunftsländer – ein Faktor, der die Kurse an der CBOT stützt.

Mais unter dem Einfluss von Witterung und Bestandsdaten

Auch die Mais-Futures legten zu und stiegen um 2-3/4 Cent auf 5,24-3/4 US-Dollar pro Scheffel. Neben den USDA-Daten beeinflussen hier die Witterungsbedingungen den Handel: Anhaltende Regenfälle verzögern derzeit die Erntearbeiten im US-amerikanischen „Corn Belt", dem wichtigsten Anbaugebiet für Mais in den Vereinigten Staaten. Wetterprognosen stellen ab Freitag trockenere Bedingungen in Aussicht, was die Feldarbeiten wieder beschleunigen könnte.

Für den USDA-Bericht prognostizieren von Reuters befragte Analysten US-Maisbestände von 1,918 Milliarden Scheffel zum Stichtag 1. September. Dies entspräche zwar einem Sechs-Jahres-Hoch, läge jedoch leicht unter der Prognose von 1,922 Milliarden Scheffel, die das USDA in seinem jüngsten monatlichen Bericht zu Angebot und Nachfrage für die Saison 2025/26 veranschlagt hatte. Ein hoher Bestand wirkt grundsätzlich belastend auf die Preise, doch die leichte Unterschreitung der offiziellen USDA-Zahl lässt dem Markt Spielraum für eine freundlichere Interpretation.

Für Anleger und Landwirte bleibt die Kombination aus USDA-Daten, internationaler Nachfrage und Wetterlage in den kommenden Handelstagen maßgeblich. Sollten die amtlichen Zahlen die Analystenerwartungen bestätigen oder sogar unterschreiten, dürften Weizen und Mais weiter Unterstützung finden. Überraschen die Bestandsdaten dagegen nach oben, wären kurzfristige Rücksetzer nach der jüngsten Erholung nicht auszuschließen.

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