Cannabis-Einzelhändler in Missouri entlässt 12 Mitarbeiter nach Gewerkschaftsversammlung
Mitarbeiter von Greenlight in Springfield werfen dem Unternehmen Vergeltung wegen gewerkschaftlicher Organisierung vor.

Ein Dutzend ehemaliger Mitarbeiter der Cannabis-Einzelhandelskette Greenlight im US-Bundesstaat Missouri behauptet, als Vergeltungsmaßnahme für gewerkschaftliche Organisierungsaktivitäten entlassen worden zu sein. Der Arbeitskonflikt am Standort Springfield ereignet sich inmitten eines entscheidenden Gewerkschaftswahlgangs und kurz nach weiteren bedeutenden Organisierungserfolgen bei einem anderen Einzelhändler desselben Unternehmens. Das berichtet der Missouri Independent.
Konkret hatten sich die Mitarbeiter am Standort Joplin von Greenlight am 18. September mit einer Stimme von 18 zu 2 dafür entschieden, der Gewerkschaft United Food and Commercial Workers (UFCW) Local 2 beizutreten. Das teilten Gewerkschaftsvertreter in einer Pressemitteilung mit. Nur einen Tag zuvor, am Vortag der Abstimmung, hatte Greenlight am Standort Springfield zwölf Mitarbeiter entlassen. Beide Standorte stehen laut dem Bericht im Zusammenhang mit Good Day Farm.
Getrennte Klagen werfen Good Day Farm vor, illegal mehr Cannabis-Einzelhändler in Missouri zu kontrollieren, als das Landesrecht zulässt. Damit steht nicht nur der konkrete Kündigungsfall im Raum, sondern auch eine grundsätzliche Frage zur Unternehmensstruktur im Missouri-Cannabisgeschäft.
Der Vorwurf der Vergeltung
Die entlassenen Mitarbeiter in Springfield geben an, die Kündigungen seien eine Vergeltung für die Teilnahme an einem externen Treffen zur gewerkschaftlichen Organisation gewesen. Das Management von Greenlight warf den Arbeitern hingegen vor, Marihuana am Arbeitsplatz verwendet zu haben. Diese Darstellung steht im Widerspruch zur Schilderung der Beschäftigten.
Beide Standorte kamen im März 2025 unter das Management „einer mit Good Day Farm verbundenen Einheit
