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Bundesbank: Deutsche Wirtschaft wächst schwach im ersten Quartal 2025

Zentralbank erwartet verhaltenen Start ins Jahr – Aufschwung ab Frühjahr durch Staatsausgaben

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Bundesbank: Deutsche Wirtschaft wächst schwach im ersten Quartal 2025

Die deutsche Wirtschaft setzt ihre Erholung fort, doch das erste Quartal 2025 dürfte schwach ausfallen. Dies geht aus dem aktuellen Monatsbericht der Bundesbank hervor, der am Donnerstag in Frankfurt veröffentlicht wurde. Die Zentralbank rechnet erst ab dem Frühjahr mit einer spürbaren Belebung der Konjunktur.

Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, stagnierte in den vergangenen drei Jahren. Nun schüren umfangreiche Staatsausgaben, ein robuster Arbeitsmarkt und aufgestaute Ersparnisse der privaten Haushalte den Optimismus für einen Aufschwung. "Es wird erwartet, dass die Wirtschaft ihre Erholung im ersten Quartal fortsetzt, wenn auch mit schwacher Dynamik", erklärte die Bundesbank.

Ab dem Frühjahr dürfte die deutsche Wirtschaft dann dynamischer wachsen, primär getrieben durch fiskalische Impulse. Die Bundesbank hatte zuvor für das Gesamtjahr 2025 ein Wirtschaftswachstum von unter 1 Prozent prognostiziert, wobei sich der Großteil auf die zweite Jahreshälfte konzentrieren dürfte.

Baugewerbe und Konsum unter Druck

Das Baugewerbe wird im laufenden Quartal voraussichtlich unter der schlechten Witterung leiden. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass der private Konsum auf seinem derzeit hohen Niveau verharrt, so die Einschätzung der Zentralbank. Diese beiden Faktoren dämpfen die Wachstumsaussichten für den Jahresauftang.

Die Industrie verzeichnete zwar einige Großaufträge, diese dürften jedoch im Zusammenhang mit höheren Staatsausgaben für Verteidigung und Infrastruktur stehen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors auf den Exportmärkten bleibt weiterhin vergleichsweise schwach – ein strukturelles Problem, das die deutsche Wirtschaft belastet.

Staatsausgaben als Wachstumsmotor

Die fiskalischen Impulse durch erhöhte Staatsausgaben gelten als Haupttreiber für die erwartete Belebung ab dem Frühjahr. Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur sollen der Konjunktur den nötigen Schub verleihen. Der robuste Arbeitsmarkt und die Kaufkraft der Verbraucher unterstützen diese Entwicklung zusätzlich.

Für Anleger bedeutet die Bundesbank-Prognose: Geduld ist gefragt. Die Erholung kommt, aber langsamer als erhofft. Besonders Unternehmen, die von Staatsaufträgen profitieren, könnten ab dem zweiten Quartal interessante Investitionschancen bieten.

BundesbankDeutsche WirtschaftWirtschaftswachstumQ1 2025Konjunktur Deutschland

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