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Broadcom-Aktie: Dividende steigt seit 2010 um das 90-Fache

Die nächste Erhöhung wird in der Regel im Dezember angekündigt, doch die Rendite bleibt unter einem Prozent.

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Broadcom-Aktie: Dividende steigt seit 2010 um das 90-Fache

Broadcom hat seine jährliche Dividende mittlerweile 15 Jahre in Folge angehoben. Seit 2010 ist die Ausschüttung auf das etwa 90-Fache gestiegen. Die jüngste Erhöhung erfolgte im Dezember 2025 und fiel mit 10% aus. Die nächste Anhebung wird in der Regel im Dezember bekannt gegeben.

Für Einkommensanleger ist das auf den ersten Blick wenig spektakulär: Die Dividendenrendite liegt unter 1%. Der Betrag, den ein Aktionär pro Jahr und Anteil erhält, fällt also gemessen am aktuellen Kurs klein aus. Interessanter ist jedoch ein Blick auf die Substanz hinter der Zahlung.

Denn das Cash, das hinter der Ausschüttung steht, ist deutlich schneller gewachsen als die Ausschüttung selbst. Der Free Cash Flow von Broadcom hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2026 bereits das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2025 übertroffen. Der operative Zahlungsmittelüberschuss des Unternehmens legt demnach ein deutlich höheres Tempo vor als die Dividendenzahlungen.

Sinkende Ausschüttungsquote als Puffer

Diese Entwicklung schlägt sich in der Ausschüttungsquote nieder. Die Dividendenzahlungen beliefen sich im laufenden Geschäftsjahr bisher auf rund 29% des Free Cash Flow. Im Geschäftsjahr 2024 lag dieser Wert noch bei etwa der Hälfte. Broadcom schüttet also inzwischen einen merklich geringeren Anteil seines freien Cashflows an die Aktionäre aus als noch vor zwei Jahren.

Für Anleger ist diese Kennzahl ein wichtiger Indikator. Je niedriger die Ausschüttungsquote, desto mehr finanzieller Spielraum bleibt dem Unternehmen – für Investitionen, Schuldenabbau, Aktienrückkäufe oder eben künftige Dividendenerhöhungen. Ein Anteil von rund 29% gilt in vielen Branchen als komfortabel, weil er auch bei einem zwischenzeitlichen Gewinnrückgang noch Luft für eine stabile oder steigende Ausschüttung lässt.

Gleichzeitig verdeutlicht die Verschiebung das Grundmuster der Broadcom-Dividendenpolitik: Das Unternehmen hat die Ausschüttung zwar über anderthalb Jahrzehnte kontinuierlich und teils kräftig erhöht, dabei aber darauf geachtet, dass der Free Cash Flow stärker wächst als die Dividende. Die jährliche Anhebung um 10% im Dezember 2025 fügt sich in diese Linie ein.

Was das für Anleger bedeutet

Wer eine hohe laufende Ausschüttung sucht, wird bei Broadcom mit einer Rendite unter 1% nicht fündig. Das Papier ist damit kein klassischer Dividendenwert im Sinne einer Einkommensstrategie. Der Reiz liegt für viele Investoren vielmehr in der Kombination aus Wachstum und einem stetig steigenden – wenn auch prozentual geringen – Ausschüttungsstrom.

Die Serie von 15 Jahren ohne Kürzung und die jährlichen Erhöhungen sind für langfristig orientierte Anleger ein Signal für Verlässlichkeit. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich der Free Cash Flow entwickelt. Bislang deutet die Kennzahlenlage auf reichlich Spielraum hin: Wenn in nur drei Quartalen mehr freier Cashflow erwirtschaftet wird als im gesamten Vorjahr, wächst der Abstand zwischen Ausschüttung und Zahlungsmittelüberschuss weiter.

Mit Spannung dürfte daher die kommende Dezember-Ankündigung erwartet werden. Sie ist traditionell der Zeitpunkt, an dem Broadcom über die Höhe der jährlichen Dividendenerhöhung informiert.

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