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British American Tobacco bekräftigt Mittelfristziele und setzt auf neue Kategorien

BAT bestätigt Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und ein operatives Gewinnplus von 4 bis 6 Prozent.

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British American Tobacco bekräftigt Mittelfristziele und setzt auf neue Kategorien

British American Tobacco (BAT) hat seine mittelfristigen Konzernziele im Wesentlichen unverändert gelassen und zugleich den Schwerpunkt stärker auf das Wachstum der sogenannten neuen Kategorien gelegt. Wie das Unternehmen mitteilte, erwartet der Konzern weiterhin ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und ein Wachstum des operativen Gewinns von 4 bis 6 Prozent. Für Anleger in Deutschland ist die Mitteilung vor allem deshalb relevant, weil BAT zu den größten börsennotierten Tabakkonzernen gehört und die Aktie hierzulande wegen ihrer hohen Dividendenrendite regelmäßig auf Einkaufslisten steht.

Deutlich konkreter als bisher fällt die Prognose für das Geschäft mit den neuen Kategorien aus. BAT erwartet dort nun einen Anstieg im mittleren zweistelligen Bereich. Das Rahmenwerk für das klassische Zigarettengeschäft (Combustibles) geht dagegen weiterhin von einem jährlichen Umsatzwachstum von 1 bis 2 Prozent aus.

Der Markt reagierte zunächst zurückhaltend: Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung mit einem Verlust von 1,9 Prozent. Damit konnten die neuen Zielsetzungen den Kurs kurzfristig nicht beflügeln, obwohl sie auf den ersten Blick ambitionierter wirken als die Vorgaben für das klassische Geschäft.

Die Details

Die Mitteilung fasst die wesentlichen Kennzahlen des Konzerns zusammen. Demnach liegt das vorwärtige Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die nächsten zwölf Monate bei 10,9. Der zehnjährige Durchschnitt dieses vorwärtsgerichteten Kurs-Gewinn-Verhältnisses beträgt 10,0. Die aktuelle Bewertung liegt damit leicht über dem langfristigen Mittel.

Bei der Dividende zeigt sich ein ähnliches Bild: Die erwartete Dividendenrendite für die nächsten zwölf Monate beträgt 6,2 Prozent. Der zehnjährige Durchschnitt der erwarteten Dividendenrendite liegt bei 7,1 Prozent. Die erwartete Ausschüttung fällt also niedriger aus als das, was Anleger in den vergangenen zehn Jahren im Mittel erwarten konnten.

Alle genannten Verhältnisse stammen aus der Datenbank LSEG Datastream und basieren auf den Schlusskursen des vorherigen Tages. Die Quelle weist ausdrücklich darauf hin, dass Renditen variabel sind und keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Erträge darstellen. Zudem sollten Schlüsselkennzahlen nicht isoliert betrachtet werden – es sei wichtig, das große Ganze zu verstehen.

Ein zentraler Baustein des Rahmenwerks ist die Margenentwicklung in den neuen Kategorien. Bis Ende des Jahrzehnts sollen die Margen dort mindestens 30 Prozent erreichen. Das ist insofern bemerkenswert, als der Aufbau dieser Geschäftsfelder in der Vergangenheit häufig mit Anlaufkosten verbunden war.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 02.06.2026 berichtete aktien.news, dass British American Tobacco seine Prognose für die sogenannten „New Categories" – also Next-Generation-Produkte wie Vapour und Modern Oral – leicht angehoben hat. Damals wurde ein bereinigter Vorsteuergewinn für das erste Halbjahr von voraussichtlich 4,76 Milliarden Pfund erwartet. Schon zu diesem Zeitpunkt bestätigte das Unternehmen seine Gesamtjahresprognose mit einem Umsatzwachstum zwischen 3 % und 5 % und einem Anstieg des bereinigten Gewinns zwischen 4 % und 6 %. Hintergrund war ein schwieriges Marktumfeld, in dem das weltweite Tabakvolumen im Jahr 2026 voraussichtlich um 2,5 % sinken sollte.

Auch die Bewertung der Aktie war in den vergangenen Monaten Thema. Am 24.09.2026 berichtete aktien.news über eine Einschätzung der Investmentbank Jefferies, die die BAT-Aktie als „überzeugende Einstiegsposition" bezeichnete. Jefferies sah Kurspotenzial bis zu 5.500 Pence, nachdem die Aktie zuletzt auf 4.198 Pence gefallen war. Im Mai dieses Jahres hatte das Papier noch ein Acht-Jahres-Hoch von 4.962 Pence erreicht. Die Bank machte einen positiven Wendepunkt aus und verwies darauf, dass Investitionen in Produkte der nächsten Generation wie E-Zigaretten und erhitzten Tabak zu einem mehrjährigen Umsatz- und Gewinn-Treiber werden sollen.

Ergänzend berichtete aktien.news am 09.07.2026 über ein Comeback der Tabakaktien. Demnach werden Unternehmen, die einen Großteil ihres Umsatzes mit rauchfreien Produkten wie E-Zigaretten erzielen, zunehmend wieder als investierbar angesehen. BAT wurde als besonders eindrucksvolles Beispiel genannt: Wer vor zwei Jahren BAT-Aktien gekauft hatte, konnte seinen Einsatz in etwa verdoppeln. Auch Philip Morris International gehörte bereits zur Gruppe der gefragten Titel.

Und am 09.04.2026 meldete aktien.news, dass BAT mit Constantinescu einen früheren Manager zurück in die Konzernspitze holt. Der damalige Chef von Asahi Europe & International wechselte am 1. September als neuer Finanzvorstand (CFO) zum Unternehmen. Er trat die Nachfolge von Javed Iqbal an, der das Amt des Finanzvorstands seit August des vergangenen Jahres interimsweise bekleidet hatte.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger bleibt BAT ein Wert mit klarem Dividendenprofil. Die erwartete Dividendenrendite von 6,2 Prozent liegt deutlich über dem, was viele klassische Industrie- oder Technologiewerte bieten. Gleichzeitig zeigt der Abstand zum zehnjährigen Durchschnitt von 7,1 Prozent, dass die erwartete Ausschüttung relativ zur aktuellen Bewertung niedriger ausfällt als in der Vergangenheit.

Beim Kurs-Gewinn-Verhältnis fällt der Abstand geringer aus: 10,9 gegen einen Zehnjahresdurchschnitt von 10,0. Die Aktie ist damit nicht mehr ganz so günstig wie im langfristigen Mittel, aber weiterhin moderat bewertet.

Spannend ist die Verschiebung im Produktmix. Wächst das Geschäft mit neuen Kategorien im mittleren zweistelligen Bereich, während das klassische Zigarettengeschäft nur um 1 bis 2 Prozent pro Jahr zulegt, verschieben sich die Gewichte im Konzern. Die angepeilte Marge von mindestens 30 Prozent in den neuen Kategorien bis Ende des Jahrzehnts zeigt, dass BAT dieses Geschäft nicht mehr nur als Wachstumsfeld, sondern auch als Profitabilitätshebel begreift.

Anleger sollten dabei die Hinweise der Quelle ernst nehmen: Kennzahlen sollten nicht isoliert betrachtet werden, und die genannten Erwartungen stellen einen Konsens aus Analystenschätzungen dar, der von LSEG bereitgestellt wurde – kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Performance. Der Artikel der Quelle stellt ausdrücklich keine Beratung oder Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten einer Investition dar.

Ausblick

Maßgeblich bleiben aus Sicht der Mitteilung die bestätigten Gruppenziele: Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und operatives Gewinnwachstum von 4 bis 6 Prozent. Für das klassische Geschäft rechnet BAT mit 1 bis 2 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr, für die neuen Kategorien mit einem Anstieg im mittleren zweistelligen Bereich. Bis Ende des Jahrzehnts sollen die Margen in den neuen Kategorien mindestens 30 Prozent erreichen.

Setzt sich die im September 2026 von Jefferies formulierte Einschätzung durch, könnten die Investitionen in Produkte der nächsten Generation zu einem mehrjährigen Umsatz- und Gewinn-Treiber werden. Diese Erwartung ist jedoch eine Analystenprognose und kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung. Das Unternehmen selbst hat seine mittelfristigen Ziele bekräftigt, aber nicht angehoben.

Kurz erklärt

  • Vorwärtiges Kurs-Gewinn-Verhältnis: Kennzahl, die den aktuellen Aktienkurs ins Verhältnis zum geschätzten Gewinn der kommenden zwölf Monate setzt.
  • Dividendenrendite: Verhältnis der erwarteten jährlichen Dividende zum aktuellen Aktienkurs.
  • New Categories: Sammelbegriff für Produkte der nächsten Generation wie E-Zigaretten und moderne orale Nikotinprodukte.
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