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Greggs überzeugt mit Q3-Update und hebt Prognose für Gesamtjahr leicht an

Die britische Bäckereikette Greggs wächst im dritten Quartal um 7,7 Prozent und verbessert ihren Ausblick für das Gesamtjahr.

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Greggs überzeugt mit Q3-Update und hebt Prognose für Gesamtjahr leicht an

Die britische Bäckereikette Greggs hat mit ihrem Zwischenbericht zum dritten Quartal die Erwartungen der Anleger gestützt und ihre Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Der Gesamtumsatz des dritten Quartals stieg um 7,7 Prozent, während die like-for-like-Umsätze in den von dem Unternehmen selbst geführten Läden um 3,4 Prozent zunahmen. Als Treiber des Wachstums nennt das Unternehmen neue Produktlaunches und stabilere Wetterbedingungen. Die Aktie reagierte deutlich: Im frühen Handel legte sie um 7,5 Prozent zu.

Für deutsche Anleger ist Greggs vor allem als britischer Konsumwert interessant, der an der Londoner Börse notiert und damit außerhalb des DAX-Umfelds liegt. Der Konzern betreibt ein Filialnetz, das er konsequent ausbaut, und gilt als Gradmesser für die Stimmung im britischen Einzelhandel. Das aktuelle Zahlenwerk zeigt, dass das Unternehmen trotz eines anspruchsvollen Kostenumfelds weiter wachsen kann.

Die Details

Im Mittelpunkt des Updates stehen die Umsatzentwicklung und der Expansionskurs. Der Gesamtumsatz des dritten Quartals wuchs um 7,7 Prozent, während die flächenbereinigten Umsätze in den selbst geführten Filialen um 3,4 Prozent zulegten. Diese Unterscheidung ist wichtig: Das Gesamtwachstum enthält auch neu eröffnete Standorte, während die like-for-like-Zahlen nur die bereits bestehenden Läden abbilden und damit die tatsächliche Nachfrageentwicklung zeigen.

Beim Filialausbau bleibt Greggs auf Kurs. Die Gruppe hat in diesem Jahr bisher 57 netto neue Filialen eröffnet und erwartet weiterhin zwischen 100 und 110 netto neue Filialeröffnungen im Jahr 2026. Bei der Kostenentwicklung rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr unverändert mit einer Kosteninflation von rund 2 Prozent.

Zusammengenommen mit dem beschleunigten Umsatzwachstum hat sich die Prognose für das Gesamtjahr gegenüber der vorherigen Guidance leicht verbessert. Die bisherige Guidance hatte operative Gewinne von rund 188 Millionen Pfund prognostiziert. Konkrete neue Zahlen für die angehobene Erwartung nennt der Bericht nicht.

Ergänzend liefert die Quelle Bewertungskennzahlen, die auf den Schlusskursen des Vortages basieren und von LSEG Datastream stammen. Das vorwärtige Kurs-Gewinn-Verhältnis für die nächsten zwölf Monate liegt bei 14,5, während der zehnjährige durchschnittliche vorwärtige Wert bei 22,0 liegt. Die prospektive Dividendenrendite für die nächsten zwölf Monate beträgt 3,7 Prozent, verglichen mit einem zehnjährigen Durchschnitt von 2,8 Prozent. Die Quelle weist ausdrücklich darauf hin, dass Renditen variabel sind und keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Erträge darstellen.

Hintergrund: Was bisher geschah

Die aktuelle Meldung reiht sich in eine Serie von Berichten ein, die aktien.news in den vergangenen Monaten zu Greggs veröffentlicht hat. Bereits am 25.09.2026 berichtete aktien.news, dass die kommende Börsenwoche an den britischen Märkten ganz im Zeichen der Quartals- und Jahresberichte stehe und neben dem Kreuzfahrtkonzern Carnival und dem Pub-Betreiber JD Wetherspoon auch die Bäckereikette Greggs im Mittelpunkt stehe. Der Markt richtete seinen Blick damals vor allem auf Carnival, während bei Greggs die Frage im Raum stand, wie sich das Unternehmen weiterentwickelt.

Bereits am 08.05.2026 berichtete aktien.news, dass Greggs seinen Expansionskurs fortsetzt und in diesem Jahr 120 Netto-Neueröffnungen von Filialen plante, um die Erreichbarkeit für Kunden zu verbessern. Zudem blieben die Filialen länger geöffnet, um mehr Abendkunden anzuziehen – dieses Tageszeitsegment war zuletzt das am schnellsten wachsende der Gruppe.

Bereits am 13.05.2026 berichtete aktien.news, dass Greggs für die ersten 19 Wochen des Jahres einen Umsatzanstieg von 7,5 Prozent auf 800 Millionen Pfund meldete. Das Wachstum wurde durch strategische Partnerschaften mit Franchisenehmern und Lebensmittelhändlern gestützt. Im gleichen Zeitraum eröffnete das Unternehmen netto 20 neue Filialen und betrieb nun insgesamt 2.759 Standorte.

Bereits am 01.07.2026 berichtete aktien.news über einen Führungswechsel an der Spitze des Finanzressorts. Finanzvorstand Richard Hutton wird nach 28 Jahren im Unternehmen, davon 20 Jahre als Vorstandsmitglied, in den Ruhestand treten. Als Nachfolger wurde Ben Waldron berufen, der umfangreiche Erfahrung in der Lebensmittelbranche mitbringt. Ben Waldron wird am 27. Oktober 2026 als designierter Finanzvorstand und geschäftsführendes Vorstandsmitglied in das Unternehmen eintreten. Die vollständige Verantwortung als CFO übernimmt er zum 1. Januar 2027. Richard Hutton bleibt bis zum 31. Dezember 2026 in seiner Funktion und sorgt so für eine geordnete Übergabe.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger, die einen Blick auf britische Konsumtitel werfen, liefert das Q3-Update mehrere Anhaltspunkte. Das Umsatzwachstum von 7,7 Prozent und die like-for-like-Zunahme von 3,4 Prozent deuten darauf hin, dass Greggs nicht nur durch neue Filialen wächst, sondern auch in bestehenden Standorten mehr verkauft. Der Ausbau des Filialnetzes bleibt mit 57 netto neuen Läden seit Jahresbeginn und der Erwartung von 100 bis 110 netto neuen Eröffnungen im Jahr 2026 ein zentraler Wachstumshebel.

Gleichzeitig bleibt die Kosteninflation von rund 2 Prozent ein Faktor, den Anleger im Auge behalten sollten, da sie die operative Marge belasten kann. Die leichte Anhebung der Prognose gegenüber der bisherigen Guidance von rund 188 Millionen Pfund operativem Gewinn zeigt, dass das Unternehmen die Balance zwischen Wachstum und Kostenkontrolle nach eigener Einschätzung halten kann.

Bei der Bewertung fällt auf, dass das vorwärtige Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,5 deutlich unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 22,0 liegt. Die prospektive Dividendenrendite von 3,7 Prozent liegt über dem Zehnjahresdurchschnitt von 2,8 Prozent. Die Quelle betont jedoch, dass Kennzahlen nicht isoliert betrachtet werden sollten und dass Schätzungen kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance sind. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Ausblick

Für das laufende Jahr erwartet Greggs weiterhin zwischen 100 und 110 netto neue Filialeröffnungen. Bei den Kosten rechnet das Unternehmen unverändert mit einer Kosteninflation von rund 2 Prozent. Die Prognose für das Gesamtjahr hat sich gegenüber der bisherigen Guidance, die operative Gewinne von rund 188 Millionen Pfund vorsah, leicht verbessert.

Ein weiterer Termin steht bereits fest: Ben Waldron tritt am 27. Oktober 2026 als designierter Finanzvorstand und geschäftsführendes Vorstandsmitglied in das Unternehmen ein und übernimmt zum 1. Januar 2027 die vollständige Verantwortung als CFO. Richard Hutton bleibt bis zum 31. Dezember 2026 im Amt.

Kurz erklärt

  • Like-for-like-Umsatz: Vergleich des Umsatzes von Filialen, die bereits im Vorjahr geöffnet waren, ohne den Effekt neuer Standorte.
  • Vorwärtiges Kurs-Gewinn-Verhältnis: Bewertungskennzahl, die den aktuellen Kurs ins Verhältnis zu den erwarteten Gewinnen der kommenden zwölf Monate setzt.
  • Prospektive Dividendenrendite: Erwartete Dividende im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs, ausgedrückt als Prozentwert.
  • Kosteninflation: Anstieg der betrieblichen Kosten eines Unternehmens, etwa für Personal, Energie oder Rohstoffe.
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