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Blackstone-Kredit am Frankfurter MesseTurm wird mit Abschlag gehandelt

Polus Capital Management will rund 50 Millionen Euro eines 300-Millionen-Euro-Kredits auf den Frankfurter MesseTurm übernehmen.

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Blackstone-Kredit am Frankfurter MesseTurm wird mit Abschlag gehandelt

Das in London ansässige Fondsunternehmen Polus Capital Management steht kurz davor, einen Anteil an den Schulden eines Frankfurter Bürogebäudes zu übernehmen, das der US-Investmentgesellschaft Blackstone Inc. gehört. Wie mit der Transaktion vertraute Personen berichten, wird der Kredit mit einem erheblichen Abschlag gehandelt. Betroffen ist der MesseTurm – das zweithöchste Hochhaus Deutschlands und ein Wahrzeichen der Skyline der deutschen Finanzmetropole.

Nach Angaben der Personen, die anonym bleiben wollten, weil der Prozess privat abläuft, will Polus rund 50 Millionen Euro des insgesamt etwa 300 Millionen Euro schweren Darlehens übernehmen. Das Darlehen ist gegen den MesseTurm gesichert. Polus gehört dabei zu einer Gruppe von Investoren, die einen Teil dieses Kredits aufnehmen.

Die Transaktion ist ein weiterer Beleg für die Schwierigkeiten, die den deutschen Immobilienmarkt derzeit durchziehen. Dass ein Kredit auf ein so prominentes Objekt wie den MesseTurm nur mit einem deutlichen Abschlag einen Käufer findet, zeigt, wie angespannt die Lage bei Gewerbeimmobilien in Deutschland ist.

MesseTurm als Barometer für den Büromarkt

Der MesseTurm ist mit seiner exponierten Lage im Frankfurter Bankenviertel ein Sinnbild für den deutschen Büroimmobilienmarkt. Als zweithöchstes Hochhaus der Bundesrepublik genießt er weit über die Stadtgrenzen hinaus Bekanntheit. Umso bemerkenswerter ist, dass ein gegen dieses Gebäude gesichertes Darlehen offenbar nur mit Abschlag zu platzieren ist.

Für Investoren wie Polus eröffnen sich in einem solchen Umfeld Chancen: Wer bereit ist, Kredite unterhalb ihres Nominalwerts zu übernehmen, kann auf eine Erholung des Marktes setzen. Der Abschlag spiegelt dabei das Risiko wider, das die Marktteilnehmer derzeit mit Büroimmobilien verbinden.

Für deutsche Privatanleger ist die Nachricht vor allem ein Signal. Sie zeigt, dass die Bewertungskorrekturen am Immobilienmarkt noch nicht abgeschlossen sind und dass selbst erstklassige Objekte in Top-Lagen nicht von der allgemeinen Zurückhaltung ausgenommen sind. Ob sich daraus Chancen oder Risiken ergeben, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Zinsen und der Nachfrage nach Büroflächen ab.

Der Vorgang reiht sich in eine Serie von Transaktionen ein, bei denen Kredite auf deutsche Gewerbeimmobilien zu reduzierten Preisen den Eigentümer wechseln. Solche Deals gelten an den Märkten als Indikator dafür, wie Investoren die tatsächlichen Werte von Immobilien einschätzen – unabhängig von den offiziellen Gutachten.

Wie Bloomberg Europe berichtet, läuft der Prozess privat ab, weshalb die beteiligten Personen nicht genannt werden wollen. Einzelheiten zum genauen Kaufpreis und zum Zeitplan der Transaktion sind bislang nicht öffentlich bekannt. Polus Capital Management und Blackstone haben sich zu dem Vorgang nicht öffentlich geäußert.

Für den Markt bleibt entscheidend, ob sich weitere Investoren finden, die bereit sind, bestehende Immobilienkredite aufzunehmen. Gelingt dies, könnte sich die Preisfindung am deutschen Büromarkt schrittweise stabilisieren. Bleibt der Abschlag dauerhaft hoch, wäre das ein deutliches Zeichen für anhaltenden Druck auf die Bewertungen.

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