BlackRock Capital Allocation Trust fällt nach Bezugsrechtsangebot
BCAT-Aktien brechen um 4,2% ein – Aktionäre können vergünstigt nachkaufen.

Die Aktien des BlackRock Capital Allocation Trust (NYSE:BCAT) sind am Freitag im Vorhandel um 4,2 Prozent gefallen. Auslöser ist die Ankündigung eines Bezugsrechtsangebots, das es den Aktionären ermöglicht, zusätzliche Anteile zu einem Rabatt auf den Nettoinventarwert (NAV) zu erwerben.
Der geschlossene Fonds von BlackRock hat die Bedingungen für übertragbare Bezugsrechte bekanntgegeben. Diese werden an alle Inhaber von Stammaktien ausgegeben, die zum Stichtag am 25. September 2026 im Aktienregister eingetragen sind. Jeder Aktionär erhält genau ein Bezugsrecht pro gehaltener Aktie. Für den Bezug einer neuen Aktie sind fünf Bezugsrechte erforderlich.
Details zum Bezugspreis und Zeitplan
Der endgültige Bezugspreis wird am 21. Oktober 2026 festgelegt. Er entspricht 95 Prozent des durchschnittlichen letzten gemeldeten Verkaufspreises pro Aktie an der New York Stock Exchange (NYSE) am Verfallsdatum sowie an den vier vorangegangenen Handelstagen. Allerdings gibt es eine Preisober- und -untergrenze: Der Preis darf maximal 0,01 US-Dollar unterhalb des Nettoinventarwerts liegen. Gleichzeitig beträgt die Untergrenze mindestens 98,5 Prozent des NAV pro Aktie, basierend auf dem Schlusskurs am Verfallsdatum.
Die Bezugsrechte sind übertragbar und sollen voraussichtlich bis zum 20. Oktober 2026 unter dem Tickersymbol "BCAT RT" an der NYSE gehandelt werden. Dies gibt Aktionären die Möglichkeit, ihre Rechte entweder auszuüben oder am Markt zu verkaufen.
Zusätzliche Aktien und Zuteilungsregeln
Aktionäre, die ihren Stichtag erfüllen und ihre Bezugsrechte vollständig ausüben, können zusätzliche Aktien erwerben. Diese stammen aus dem Pool der Anteile, die nicht von anderen Bezugsberechtigten gezeichnet wurden. Die Zuteilung unterliegt jedoch bestimmten Einschränkungen und festgelegten Zuteilungsregeln.
BlackRock Advisors, der Anlageberater des Fonds, übernimmt sämtliche Kosten des Angebots, die nicht direkt vom Fonds getragen werden. Dies entlastet die bestehenden Aktionäre von zusätzlichen finanziellen Belastungen durch das Kapitalerhöhungsverfahren.
Ausschüttungen bleiben stabil
Der Fonds hatte bereits am 10. September 2026 angekündigt, dass er sein aktuelles Ausschüttungsniveau auch nach Abschluss des Bezugsrechtsangebots bis zum Ende des Jahres 2026 beibehält. Dies ist ein wichtiges Signal für einkommensorientierte Anleger, die auf die regelmäßigen Ausschüttungen des Trusts angewiesen sind.
Allerdings gilt eine wichtige Einschränkung: Aktien, die im Rahmen des Angebots neu ausgegeben werden, haben keinen Anspruch auf Dividenden oder Ausschüttungen, deren Stichtag vor dem Verfallsdatum liegt. Neuen Aktionären entgehen somit möglicherweise die nächsten anstehenden Zahlungen.
Strategische Begründung des Angebots
Der Verwaltungsrat des Fonds sowie der Anlageberater haben das Bezugsrechtsangebot geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Durchführung im besten Interesse des Fonds und seiner Aktionäre liegt. Ziel ist es, das Vermögen des Trusts zu erhöhen und neue Investitionsmöglichkeiten zu nutzen.
Der BlackRock Capital Allocation Trust verfolgt einen zweigeteilten Anlageansatz: Er strebt sowohl eine Gesamtrendite als auch laufende Erträge an. Diese setzen sich aus regelmäßigen Ausschüttungen, kurzfristigen Gewinnen und langfristiger Kapitalwertsteigerung zusammen. Durch die Kapitalerhöhung verschafft sich der Fonds zusätzliche Mittel, um in Anlagechancen zu investieren, die mit diesen Zielen übereinstimmen.
Für deutsche Anleger ist der Fall besonders interessant, da BlackRock als weltgrößter Vermögensverwalter auch hierzulande eine hohe Bekanntheit genießt. Geschlossene Fonds wie der BCAT bieten Zugang zu einem professionell gemanagten Portfolio, reagieren aber empfindlich auf Kapitalmaßnahmen wie Bezugsrechtsangebote. Der Kursrückgang von 4,2 Prozent spiegelt die Verwässerung wider, die mit der Ausgabe neuer Aktien einhergeht.
