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Bitcoin fällt auf 60.000 Dollar: Anleger liquidieren gehebelte Positionen

Kryptowährung markiert schwächsten Stand seit Oktober 2024 in volatiler Handelssitzung

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Bitcoin fällt auf 60.000 Dollar: Anleger liquidieren gehebelte Positionen

Bitcoin hat am Donnerstag zeitweise die Marke von 60.000 US-Dollar unterschritten und damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2024 erreicht. Die weltgrößte Kryptowährung notierte zuletzt bei 64.153 Dollar, ein Plus von 1,64 Prozent, nachdem sie zuvor auf ein Tagestief von 60.008 Dollar abgerutscht war. Der Kurs schwankte dabei zwischen Gewinnen und Verlusten.

Die aktuelle Schwäche markiert einen dramatischen Stimmungsumschwung seit dem Wahlsieg von Donald Trump im November 2024. Der designierte US-Präsident hatte im Wahlkampf seine Unterstützung für Kryptowährungen signalisiert und damit zunächst für Euphorie bei Anlegern gesorgt. Doch seit Oktober 2025 befindet sich Bitcoin im Rückwärtsgang.

"Bitcoin ist seit Oktober im Rückwärtsgang. Man könnte fragen, ob es der Kanarienvogel in der Kohlenmine war oder ein Zufall", erklärte Chris Weston, Forschungsleiter beim Maklerhaus Pepperstone in Melbourne. "Viele dieser großen, stark besetzten Positionen werden sehr, sehr schnell aufgelöst."

Massive Verluste am Kryptomarkt

Auch Ethereum geriet unter Druck und fiel zeitweise auf ein 10-Monats-Tief von 1.752 Dollar, bevor es sich auf 1.891 Dollar erholte. Der globale Kryptomarkt hat laut CoinGecko rund 2 Billionen Dollar an Wert verloren, seit er Anfang Oktober einen Höchststand von 4,379 Billionen Dollar erreicht hatte. Allein im vergangenen Monat wurden mehr als 1 Billion Dollar vernichtet.

Bitcoin steuert auf einen Wochenverlust von 16 Prozent zu, womit sich die Verluste seit Jahresbeginn auf 27 Prozent summieren. Ethereum verzeichnet einen wöchentlichen Rückgang von 17 Prozent und Jahresverluste von 36 Prozent. Die Korrektur trifft damit nicht nur Bitcoin, sondern den gesamten Kryptosektor.

Hebelwirkung als Risikofaktor

Die Stimmung bei digitalen Assets wurde durch Verkäufe bei Edelmetallen und Aktien zusätzlich belastet. Gold und Silber zeigen sich infolge von Hebelkäufen und spekulativen Strömen ebenfalls volatil. Das Schicksal von Bitcoin ist seit einiger Zeit eng an den breiteren Technologiesektor gekoppelt, insbesondere an die Euphorie rund um künstliche Intelligenz.

"Dass Bitcoin auf 60.000 Dollar zurückfällt, bedeutet nicht das Ende der Kryptowährungen. Es ist die fällige Rechnung für Treasuries und Fonds, die Bitcoin als Einbahnstraßen-Asset ohne echte Risikokontrollen behandelt haben", sagte Joshua Chu, Co-Vorsitzender der Hong Kong Web3 Association. "Diejenigen, die zu groß gewettet, zu viel geliehen oder angenommen haben, dass die Preise nur steigen, erfahren nun auf die harte Tour, wie echte Marktvolatilität und Risikomanagement aussehen."

ETF-Abflüsse belasten Sentiment

Analysten der Deutschen Bank verweisen auf massive Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs. Im Januar verzeichneten diese Produkte Abflüsse von mehr als 3 Milliarden Dollar, nach Abflüssen von etwa 2 Milliarden Dollar im Dezember und 7 Milliarden Dollar im November. Die anhaltenden Mittelabflüsse zeigen die Verunsicherung institutioneller Anleger.

Die aktuelle Korrektur erinnert Marktbeobachter an frühere Crashs bei Kryptowährungen. Bitcoin kämpft seit dem Rekordcrash im vergangenen Oktober, der die Währung von ihrem Höchststand abstürzen ließ. Dies hat zu einer nachhaltigen Abkühlung der Anlegerstimmung gegenüber digitalen Vermögenswerten geführt.

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