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Bitcoin-Crash: Warum die Kryptowährung 44 Prozent verlor

Institutionelle Abflüsse und Fed-Politik drücken Bitcoin unter 70.000 Dollar – größter Einbruch seit 2018.

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Bitcoin-Crash: Warum die Kryptowährung 44 Prozent verlor

Bitcoin hat diese Woche einen dramatischen Absturz erlebt und fiel am Donnerstag unter die Marke von 70.000 US-Dollar. Seit dem Höchststand von rund 125.000 Dollar im Oktober 2024 bedeutet dies einen Wertverlust von 44 Prozent. Der jüngste Ausverkauf markiert den größten täglichen Rückgang seit 2018 und vernichtete innerhalb einer Woche Kryptowerte im Gesamtwert von etwa einer halben Billion US-Dollar.

Auslöser für den viertägigen Kursrutsch war die Nominierung von Kevin Warsh als künftigen Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve durch Präsident Donald Trump. Warsh gilt als Befürworter höherer Realzinsen und einer restriktiveren Geldpolitik, was Risikoanlagen wie Kryptowährungen stark belastete. "Die Krypto-Bären haben die Kontrolle fest in der Hand", kommentiert Han Tan, Chef-Marktanalyst bei Bybit Learn, die aktuelle Marktlage.

Während traditionelle Anlagen wie Aktien und Gold bei Kursrückgängen Käufer anzogen, fehlt dem Kryptomarkt diese Unterstützung. Privatanleger wenden sich verstärkt etablierten Mainstream-Investments zu, was die Aussichten auf eine nachhaltige Erholung erschwert. Wichtige vertrauensbildende Katalysatoren sind am kurzfristigen Horizont kaum erkennbar.

Institutionelle Investoren ziehen sich zurück

Marion Laboure, Analystin der Deutschen Bank, identifiziert drei Hauptgründe für den Abschwung: falkenhaften Fed-Signale, institutionelle Abflüsse mit abnehmender Liquidität sowie eine ins Stocken geratene regulatorische Dynamik. Besonders problematisch sind die anhaltenden Mittelabzüge aus US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs.

Die ETFs verzeichneten im November Abflüsse von über 7 Milliarden Dollar, im Dezember rund 2 Milliarden und allein im Januar mehr als 3 Milliarden Dollar. "Dieser stetige Verkauf signalisiert, dass traditionelle Investoren das Interesse verlieren", erklärt Laboure. Die Verschlechterung der Anlegerstimmung zeigt sich auch im Crypto Fear and Greed Index, der auf etwa 15 zurückfiel – ein Niveau, das mit "extremer Angst" assoziiert wird.

Die Krypto-Akzeptanz in den USA ist laut Verbraucherumfragen der Deutschen Bank von 17 Prozent im vergangenen Sommer auf etwa 12 Prozent gesunken. Diese Reduzierung des institutionellen Engagements führte zu weniger gehandeltem Kapital und verschärfte den Preisverfall zusätzlich.

Bitcoin verliert Status als digitales Gold

Auffällig ist die Unterbrechung traditioneller Marktbeziehungen: Während Gold im vergangenen Jahr stark zulegte, beendete Bitcoin das Jahr 2025 mit einem Minus. Die Kryptowährung fungiert damit nicht länger als "digitales Gold". Auch die Korrelation mit wichtigen US-Aktienindizes ist stark zurückgegangen, wobei Bitcoin deutlich schlechter abschnitt als die Aktienmärkte.

Gleichzeitig stecken regulatorische Fortschritte fest. Der Digital Asset Market CLARITY Act, der einen klareren Rahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen soll, kommt seit Monaten im Kongress nicht voran. "Ein wichtiger Test für die nachhaltige Erholung des Bitcoin wird die Verabschiedung des CLARITY Act sein", betont Laboure.

Trotz des dramatischen Einbruchs liegt Bitcoin immer noch etwa 370 Prozent über seinem Stand von Anfang 2023. Ob die Kryptowährung eine nachhaltige Erholung schafft, hängt maßgeblich von der Rückkehr institutioneller Investoren und regulatorischer Klarheit ab.

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