BioNTech schließt Standorte in Deutschland und Singapur
Nach gescheiterter Veräußerung trennt sich das Mainzer Unternehmen von vier Produktionsstätten und bis zu 1.860 Stellen.

**BioNTech gibt Schließung mehrerer Produktionsstätten bekannt
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Der deutsche Impfstoffhersteller BioNTech wird seine Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur schließen. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Zuvor war ein umfassender Verkaufsprozess ohne Abschluss geblieben. Damit wendet sich das Mainzer Unternehmen endgültig von der Produktion ab, die in der Corona-Pandemie aufgebaut worden war.
Betroffen sind die deutschen Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen sowie der Standort in Singapur. BioNTech hatte im Mai angekündigt, für diese Standorte entweder Käufer zu finden oder sie zu schließen. Ein Sprecher erklärte dazu: „Trotz aller Bemühungen der Beteiligten und eines weitreichenden Verkaufsprozesses war es leider nicht möglich, einen Verkauf abzuschließen.“
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Bis zu 1.860 Stellen betroffen
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Die Umstrukturierung betrifft nach Unternehmensangaben bis zu 1.860 Stellen. Hintergrund ist der Übergang der COVID-19-Impfstoffproduktion an den Partner Pfizer. BioNTech verlagert damit seine Fertigungskapazitäten zunehmend weg von der pandemiebedingten Impfstoffproduktion. Für die betroffenen Beschäftigten an den vier Standorten bedeutet dies erhebliche Einschnitte.
Die Schließung markiert einen deutlichen strategischen Kurswechsel. In der Hochphase der Pandemie hatte BioNTech seine Produktionskapazitäten massiv ausgebaut, um die weltweite Nachfrage nach dem mRNA-Impfstoff zu bedienen. Mit dem Abklingen der Pandemie und der Übertragung der Produktion an Pfizer entfällt für die Standorte jedoch die wirtschaftliche Grundlage.
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Gründer verlassen das Unternehmen**
Die Schließungen sind Teil einer umfassenderen Neuausrichtung. Bereits im März hatte BioNTech mitgeteilt, dass beide Mitgründer das Unternehmen bis Ende dieses Jahres verlassen werden, um ein neues Unternehmen zu gründen. Für Anleger und Beobachter stellt sich damit die Frage, wie sich das Mainzer Unternehmen künftig positioniert, nachdem die Pandemie-Ära abgeschlossen ist.
Für deutsche Privatanleger ist die Nachricht vor allem mit Blick auf die künftige Aufstellung von BioNTech relevant. Das Unternehmen war während der Pandemie zu einem der bekanntesten deutschen Biotech-Werte geworden. Die nun angekündigten Standortschließungen zeigen, wie stark die Geschäftsentwicklung von den Nachwirkungen der Corona-Krise geprägt bleibt. Der Verkauf an Pfizer als Partner bei der COVID-19-Impfstoffproduktion ist dabei der zentrale Baustein der Umstrukturierung.
BioNTech selbst äußerte sich zu den Gründen des gescheiterten Verkaufsprozesses nicht über die Aussage des Sprechers hinaus. Weitere Details zu Zeitplan oder Ablauf der Schließungen wurden in der Mitteilung nicht genannt.
