Bewaffneter Mann stürmt auf US-Kapitol zu: Polizei verhindert Angriff
18-Jähriger mit Schrotflinte und taktischer Ausrüstung wird vor dem Gebäude gestoppt und festgenommen.

Ein bewaffneter 18-Jähriger ist am Dienstag mit einer geladenen Schrotflinte auf das US-Kapitol in Washington zugerannt, bevor ihn Polizeibeamte stoppen konnten. Der Mann trug eine taktische Weste und Handschuhe, wie der Chef der Kapitol-Polizei, Michael Sullivan, mitteilte. Die Beamten zogen ihre Dienstwaffen und forderten den Verdächtigen auf, seine Waffe fallen zu lassen.
Der Mann kam der Aufforderung nach, legte sich auf den Boden und wurde widerstandslos festgenommen. Bei der Durchsuchung seines weißen Mercedes-SUV fanden die Ermittler einen Kevlar-Helm und eine Gasmaske. Zudem führte der Verdächtige zusätzliche Munition mit sich. Das Fahrzeug war nicht auf seinen Namen zugelassen.
Die Polizei gab die Identität des Mannes zunächst nicht bekannt. Sullivan beschrieb ihn als ortsfremde Person, deren tatsächliche Herkunft noch ermittelt werde. Die Behörden überprüfen mehrere Adressen, um den Hintergrund des Verdächtigen zu klären.
Motiv noch unklar
Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Motiv des 18-Jährigen nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Sullivan lobte das schnelle und professionelle Eingreifen seiner Beamten, die den potenziell gefährlichen Vorfall ohne Waffengebrauch beenden konnten.
Der Polizeichef betonte, dass die Kapitol-Polizei genau für solche Szenarien monatliche Übungen für Amoklagen durchführe. Diese Trainings hätten sich am Dienstag ausgezahlt und möglicherweise Schlimmeres verhindert. Die Sicherheitsvorkehrungen am Kapitol wurden nach dem Sturm auf das Gebäude am 6. Januar 2021 massiv verschärft.
Der Vorfall ereignete sich zu einer Zeit erhöhter Sicherheitsbedenken in der US-Hauptstadt. Das Kapitol gilt als eines der am besten geschützten Gebäude der Vereinigten Staaten und ist Symbol der amerikanischen Demokratie. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.
