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Bondi verteidigt Trump mit Dow-Rekord bei hitziger Epstein-Anhörung

US-Justizministerin kontert Demokraten-Kritik zu Epstein-Akten mit Verweis auf Börsengewinne und wirtschaftliche Erfolge.

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Bondi verteidigt Trump mit Dow-Rekord bei hitziger Epstein-Anhörung

Die designierte US-Justizministerin Pam Bondi hat bei ihrer Anhörung vor dem Repräsentantenhaus scharfe Kritik der Demokraten zur Freigabe der Jeffrey-Epstein-Akten mit einem Verweis auf Rekorde am Aktienmarkt gekontert. Als die Opposition das Justizministerium wegen geschwärzter Dokumente und dem Schutz von Opferdaten attackierte, hielt Bondi den Abgeordneten die wirtschaftlichen Erfolge der Trump-Administration entgegen.

"Der S&P 500 legt zu und der Nasdaq bricht Rekorde, während die Altersvorsorgekonten der Amerikaner boomen", erklärte Bondi und verwies auf den Dow Jones Industrial Average, der erstmals die Marke von 50.000 Punkten überschritten hatte. "Darüber sollten wir sprechen." Die Demokraten wiesen diese Argumentation zurück und forderten Antworten zu den umstrittenen Dokumentenveröffentlichungen.

Präsident Donald Trump nutzt die Börsengewinne regelmäßig als Erfolgsbarometer seiner Präsidentschaft, nachdem er inmitten steigender Verbraucherpreise für eine zweite Amtszeit gewählt wurde. Der Dow hatte am vergangenen Freitag erstmals die 50.000-Punkte-Marke durchbrochen und baute diesen Rekord in den Folgetagen kontinuierlich aus.

Schwere Vorwürfe wegen Epstein-Akten

Die Anhörung war bereits vor Bondis Börsen-Verweisen in heftige parteipolitische Auseinandersetzungen ausgeartet. Der ranghöchste demokratische Abgeordnete Jamie Raskin aus Maryland warf der Justizministerin in seinen Eröffnungsworten vor, "eine massive Epstein-Vertuschung direkt aus dem Justizministerium heraus zu betreiben". Raskin kritisierte das Versäumnis des Ministeriums, Millionen von Akten freizugeben, zu deren Offenlegung es nach dem "Epstein Files Transparency Act" gesetzlich verpflichtet ist.

Trump hatte das Gesetz im November unterzeichnet, nachdem er seinen anfänglichen Widerstand aufgegeben hatte. Besonders brisant: Das Justizministerium hatte in den veröffentlichten Unterlagen die Namen mutmaßlicher Mitverschwörer und Helfershelfer Epsteins geschwärzt, während identifizierende Informationen der Opfer teilweise unkenntlich gemacht wurden.

Emotionale Konfrontation mit Überlebenden

Die demokratische Abgeordnete Pramila Jayapal aus Washington bat eine Gruppe von Epstein-Überlebenden im Anhörungssaal, aufzustehen und die Hände zu heben, falls sie nicht in der Lage gewesen seien, sich mit dem Justizministerium zu treffen. Nachdem zahlreiche Frauen aufgestanden waren und ihre Hände gehoben hatten, forderte Jayapal Bondi auf, sich für die "inakzeptable Veröffentlichung" von Opferinformationen zu entschuldigen.

Bondi begann ihre Antwort mit einem Verweis auf den ehemaligen Justizminister Merrick Garland, wurde jedoch von der Kongressabgeordneten unterbrochen, was zu einem heftigen Wortwechsel führte. Nach Ablauf der Redezeit von Abgeordnetem Jerry Nadler rügte Bondi die Demokraten, die an den Amtsenthebungsverfahren gegen Trump während seiner ersten Amtszeit teilgenommen hatten: "Sie alle sollten sich entschuldigen."

Kritik auch von republikanischer Seite

Selbst aus den eigenen Reihen musste Bondi Kritik einstecken. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky, ein Mitinitiator des Gesetzes zu den Epstein-Akten, griff die Justizministerin scharf an und bezeichnete die Probleme bei den Schwärzungen als "massives Versagen". Massie konzentrierte sich auf Schwärzungen, die den Namen von Les Wexner, dem ehemaligen CEO von Victoria's Secret, "als Mitverschwörer in einem FBI-Dokument" unkenntlich machten.

Bondi verteidigte sich mit dem Hinweis, diese Schwärzung sei "innerhalb von 40 Minuten" korrigiert worden. Massie konterte scharf: "40 Minuten, nachdem ich Sie auf frischer Tat ertappt habe." Bondi warf dem Abgeordneten daraufhin vor, am "Trump-Derangement-Syndrom" zu leiden - ein Begriff, den Trump-Anhänger für übertriebene Kritik am Präsidenten verwenden.

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