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ASML überzeugt mit starkem Quartal und hebt Kapazitätsprognose an

Der niederländische Chipausrüster steigert Umsatz und Gewinn deutlich und stellt eine Kapazitätserhöhung über 30 Prozent in Aussicht.

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ASML überzeugt mit starkem Quartal und hebt Kapazitätsprognose an

Der niederländische Chipausrüster ASML hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert und seine Kapazitätsprognose angehoben. Der Spezialist für Lithografiesysteme profitiert dabei vor allem von der wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Der Umsatz kletterte auf knapp 11,7 Milliarden Euro, nach 9,3 Milliarden Euro im Vorquartal. Damit lag das Ergebnis im Rahmen der Analystenerwartungen.

Auch die Profitabilität verbesserte sich spürbar. Die Bruttomarge stieg auf 57,5 Prozent und legte damit um 3,5 Prozentpunkte zu. Der Gewinn erreichte knapp 5 Milliarden Euro, nach fast 3 Milliarden Euro im zweiten Quartal. Für das laufende vierte Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 14,2 und 15,2 Milliarden Euro in Aussicht, bei einer Bruttomarge von rund 57 Prozent.

Zuversichtlicher Ausblick für 2026

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet ASML mit einem Umsatz von 44 bis 45 Milliarden Euro und einer Bruttomarge von rund 56 Prozent. Konzernchef Christophe Fouquet begründet die optimistischere Einschätzung mit der hohen Transparenz und dem steigenden Auftragseingang. „Angesichts dieser hohen Transparenz und einer Dynamik im Auftragseingang, die im laufenden Jahr von Quartal zu Quartal zunimmt, gehen wir nun davon aus, dass unser derzeit für 2027 und 2028 geplantes Angebot die Nachfrage unserer Kunden nicht vollständig decken wird“, so der Konzernchef.

Der Auftragseingang nimmt im laufenden Jahr von Quartal zu Quartal zu. Kunden signalisieren bereits Interesse an Bestellungen für die Jahre 2029 und 2030. Das geplante Angebot für 2027 und 2028 reicht nach Einschätzung des Unternehmens nicht aus, um die Nachfrage vollständig zu bedienen. Vor diesem Hintergrund prüft ASML eine weitere Kapazitätserhöhung.

„Vor diesem Hintergrund prüfen wir Möglichkeiten, die Kapazität für 2028 über die bereits kommunizierte Steigerung von 30 Prozent hinaus zu erhöhen“, sagte Fouquet. Bislang hatte das Unternehmen eine Kapazitätssteigerung von 30 Prozent für 2028 in Aussicht gestellt. Eine Erhöhung über diese Marke hinaus würde eine noch stärkere Ausweitung der Produktion bedeuten.

Was das für Anleger bedeutet

Für Privatanleger ist die Nachricht in mehrfacher Hinsicht relevant. ASML gilt als einer der wichtigsten Zulieferer der globalen Halbleiterindustrie, weil das Unternehmen Lithografiesysteme herstellt, die für die Produktion moderner Chips unverzichtbar sind. Zu den Kunden zählen große Namen der Branche wie Samsung und SK Hynix. Steigt die Nachfrage nach KI-Infrastruktur, schlägt sich das mittelbar auch in den Auftragsbüchern von ASML nieder.

Bemerkenswert ist vor allem der Blick über das kommende Jahr hinaus. Dass Kunden bereits Interesse an Bestellungen für 2029 und 2030 bekunden, deutet auf eine längerfristige Investitionsbereitschaft hin. Gleichzeitig zeigt die angehobene Prognose, dass die kurzfristige Nachfrage laut Konzernchef weiter steigt. Die treibende Kraft dahinter sind vor allem KI-bezogene Investitionen.

Anleger sollten dennoch die Verhältnismäßigkeit wahren. Die Umsatzprognose für das vierte Quartal liegt deutlich über dem dritten Quartal, was auf ein starkes Jahresende hindeutet. Ob sich diese Dynamik verstetigt, hängt maßgeblich davon ab, wie nachhaltig die Investitionen in KI-Infrastruktur ausfallen. Die aktuelle Kapazitätsplanung von ASML liefert dafür zumindest ein deutliches Signal: Das Unternehmen rechnet mit einer anhaltend hohen Nachfrage und bereitet sich auf weiteres Wachstum vor.

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