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Asiatische Bankaktien unter Druck nach BofA-Warnungen

Bank of America warnt vor schwächeren Erträgen – Asiatische Finanzwerte brechen ein.

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Asiatische Bankaktien unter Druck nach BofA-Warnungen

Asiatische Bankaktien sind am Dienstag deutlich unter Druck geraten. Auslöser war eine Gewinnwarnung der Bank of America (BofA), die für das dritte Quartal schwächere Erträge im Handels- und Investmentbanking prognostiziert hatte. Die Verkaufswelle schwappte von den USA auf die asiatischen Märkte über.

Bereits am Montag hatte der KBW Bank Index in den USA um rund 1,9 Prozent nachgegeben. Nun erwischte es auch die asiatischen Finanzwerte mit voller Wucht.

Japanische Institute besonders betroffen

In Japan fielen die Verluste besonders hoch aus. Resona Holdings verzeichnete ein Minus von rund 3,5 Prozent. Auch Sumitomo Mitsui Financial (-2,7 Prozent), Nomura (-2,6 Prozent), Mizuho Financial (-2,4 Prozent) und Mitsubishi UFJ Financial (-1,8 Prozent) gaben deutlich nach.

Die Lage für japanische Banken wird durch die bevorstehende Sitzung der Bank of Japan (BoJ) am 17. und 18. September zusätzlich verschärft. Der Markt rechnet fest mit einer Anhebung des Leitzinses auf 1,25 Prozent. Zwar können steigende Zinsen langfristig den Nettozinsertrag stützen, doch die aktuell schnell steigenden Renditen belasten die Anleiheportfolios und Finanzierungsaktivitäten. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen kletterte bereits über die Marke von drei Prozent.

Auch Hongkong und Singapur mit Verlusten

Auch in anderen asiatischen Finanzzentren war die Stimmung eingetrübt. In Hongkong verloren die China Merchants Bank (-2,5 Prozent), China Construction Bank (-2,3 Prozent), HSBC (-2,2 Prozent) und die Bank of China (-2,0 Prozent). In Singapur gaben die OCBC (-2,0 Prozent) und die UOB (-1,9 Prozent) nach. Australische Institute wie die National Australia Bank (-1,6 Prozent), die Commonwealth Bank of Australia (-1,4 Prozent) und die ANZ (-1,2 Prozent) mussten ebenfalls Verluste hinnehmen.

BofA-Chef warnt vor Ertragsrückgang

Der CEO der Bank of America, Brian Moynihan, hatte zuvor erklärt, dass die Erträge aus dem Handelsgeschäft im dritten Quartal voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren werden. Zudem prognostizierte er einen Rückgang der Gebühren im Investmentbanking um mindestens zehn Prozent auf 1,6 bis 1,8 Milliarden US-Dollar. Moynihan warnte zudem, dass das aktuelle Hochzinsumfeld die Nachfrage nach Finanzierungen weiter dämpfen könnte.

Zinsentscheidungen sorgen für Nervosität

Die zeitgleiche geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Fed sorgt zusätzlich für Nervosität an den Märkten. Die Konvergenz der Zinsentscheidungen verringert den Zinsabstand zwischen Yen und Dollar und schürt Befürchtungen über eine erzwungene Auflösung von Carry-Trades.

Umschichtung in Technologiewerte

Interessanterweise zeigte sich am breiteren Markt eine Umschichtung. Während Finanzwerte unter Druck gerieten, konnten Software-Titel zulegen. Investoren bewerteten die Sorgen um eine KI-Disruption neu, was zu Kursgewinnen bei Adobe und Salesforce sowie einem Rekordhoch für das Cybersicherheitsunternehmen CrowdStrike führte.

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