Apple iPhone 18 Pro steigert China-Absatz um 12 Prozent
Counterpoint Research meldet starken Start der iPhone-18-Pro-Serie – Apple sichert sich Spitzenplatz im chinesischen Smartphone-Markt.

Der Absatz der iPhone-18-Pro-Serie von Apple in China ist in der ersten Verkaufswoche um 12 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Marktforschungsinstituts Counterpoint Research hervor, über den Investing.com berichtet. Apple sicherte sich damit den Spitzenplatz im chinesischen Smartphone-Markt.
In Woche 38, die den Zeitraum vom 14. bis 20. September abdeckte, erreichte Apple einen Anteil von 33 Prozent am chinesischen Smartphone-Absatz. Bemerkenswert: Die iPhone-18-Pro-Serie war erst in den letzten drei Tagen dieser Woche erhältlich. Der starke Auftritt fiel zeitlich mit der Vorstellung neuer Flaggschiff-Modelle chinesischer Hersteller vor dem nationalen Feiertag zusammen.
Der gesamte chinesische Smartphone-Markt zeigt sich jedoch weiterhin schwach. Laut Counterpoints Tracker lag der Absatz in Woche 38 noch immer 17 Prozent unter der entsprechenden Woche des Vorjahres. Seit Juli ist der wöchentliche Smartphone-Absatz in China mit einer zweistelligen jährlichen Rate rückläufig. Als Gründe nennt das Forschungsinstitut schwache Nachfrage und höhere Speicherkosten, die den Markt belasten.
Verzögerter Standard-Start treibt Pro-Käufe an
Ivan Lam, Senior Analyst bei Counterpoint, erklärte: Der verzögerte Start der Standard-iPhone-18-Modelle habe einige Verbraucher dazu angeregt, zu den Pro-Modellen aufzusteigen. Gleichzeitig könnten Preiserhöhungen von mehr als 200 US-Dollar bei vielen chinesischen Flaggschiff-Smartphones das relative Wertversprechen der iPhone-Pro-Modelle verbessert haben. Die neuen Produktstarts im September sollen nach Einschätzung des Instituts eine sequenzielle Erholung des Marktes unterstützen.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in China besonders relevant, da das Land einer der wichtigsten Absatzmärkte für Apple ist und die Umsatzentwicklung dort stark auf die Aktie wirken kann. Der starke Start der Pro-Modelle deutet darauf hin, dass Apple trotz der allgemeinen Marktschwäche die Nachfrage im Premiumsegment weiterhin bedienen kann.
Speicherkosten und Preisdruck als Risikofaktor
Die steigenden Speicherkosten haben die Preise für Versionen mit höherem Speicher sowie für Telefone, die 2-Nanometer-Chips verwenden, nach oben getrieben. Counterpoint zufolge könnte dies den Absatz später in diesem Jahr belasten. Das Institut erwartet, dass die neueste Generation chinesischer Flaggschiff-Modelle im vierten Quartal niedrigere Absatzzahlen verzeichnen wird als ihre Vorgänger.
Auf Seiten der Konkurrenz hob Counterpoint das von Huawei eingeführte Pura X View hervor. Dabei handelt es sich um ein breitscreeniges Klapptelefon mit einem Display-Seitenverhältnis von 16:9,5, das sich an Verbraucher richtet, die einen größeren Bildschirm ohne die Kosten oder das Volumen eines Faltgeräts suchen. Seine Preisgestaltung und Flaggschiff-Spezifikationen hätten zu starken Anfangsabverkäufen geführt.
Zusammenfassend zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Apple mit der iPhone-18-Pro-Serie einen erfolgreichen Start in China hingelegt hat, bleibt das Gesamtumfeld durch Nachfrageschwäche und gestiegene Komponentenkosten angespannt. Wie sich die Preisentwicklung bei Speicher und Chips auf das Weihnachtsquartal auswirkt, dürfte für Apple und seine Wettbewerber entscheidend werden.
