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Anleger nehmen Gewinne mit - DAX und Dow Jones im Vergleich

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Anleger nehmen Gewinne mit - DAX und Dow Jones im Vergleich

Am deutschen Aktienmarkt zeigten sich die Anleger nach der jüngsten Rally zum Wochenauftakt verhalten. Anders sah es in den USA aus, wo das Börsenbarometer neue Höchststände erreichte. Nach der vorangegangenen Rally am deutschen Aktienmarkt entschieden sich die Anleger zum Wochenauftakt, Gewinne mitzunehmen. Der Leitindex DAX schloss am Montag mit einem Minus von 0,60 Prozent bei 16.650 Punkten. Auch der MDAX verzeichnete keine weiteren Zugewinne und schloss mit einem Minus von 0,85 Prozent bei 26.904 Zählern.

Analysten wie Konstantin Oldenburger vom Broker CMC bewerteten diese Entwicklung als eine gesunde Konsolidierung. Der DAX hatte allein von Ende Oktober bis zu seinem jüngsten Rekordhoch bei 17.003 Zählern ein Plus von mehr als 16 Prozent verzeichnet, angetrieben von der Aussicht auf baldige Zinssenkungen. Doch nachdem diese Erwartung für den Euroraum von der Europäischen Zentralbank (EZB) gedämpft wurde, verlor der deutsche Aktienmarkt vorerst an Schwung.

Es wird erwartet, dass die letzten beiden Handelswochen vor Jahresende kaum mehr Überraschungen bringen werden. Daher zeichnet sich bereits ab, dass die drei größten DAX-Verlierer des Jahres feststehen: Zalando, Bayer und Siemens Energy verzeichneten Verluste von über 30 Prozent. Im Gegensatz dazu konkurrieren Heidelberg Materials, Rheinmetall, Adidas und möglicherweise SAP um den Titel des größten Jahresgewinners. Die Aktien von Redcare Pharmacy haben sich 2023 jedoch am besten entwickelt und etwa verdreifacht, da die Hoffnung auf das deutsche E-Rezept die Investoren anlockte.

Im Gegensatz zum DAX setzte der Dow Jones Industrial seine Rekordjagd fort und erreichte im frühen Handel bei 37.384 Punkten eine weitere Bestmarke. Zuvor hatte der US-Leitindex bei 37.306 Punkten gestanden. Die Bewertungen an den US-Börsen blieben insgesamt stabil. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,31 Prozent auf 4.734 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,28 Prozent auf 16.670 Zähler zulegte.

Schlusslicht im Dow Jones waren die Aktien von Apple, die um 1,3 Prozent auf einen Wert von 194,93 US-Dollar fielen. Dieser Kursverlust wurde durch die Ankündigung verursacht, dass Apple nach einem verlorenen Patentverfahren den Verkauf der neuen Modelle seiner Watches in den USA aussetzen wird. Die Apple Watch Series 9 und Apple Watch Ultra 2 werden ab dem 21. Dezember nicht mehr über die amerikanische Website des Unternehmens und nach dem 24. Dezember auch nicht mehr in den US-Stores erhältlich sein.

Am gestrigen Vormittag wurden erneut negative Nachrichten von der Konjunkturfront gemeldet: Das ifo-Geschäftsklima sank im Dezember überraschend um 0,8 Punkte auf 86,4 Zähler. Ökonomen hatten einen erneuten Anstieg des wichtigsten deutschen Frühindikators erwartet. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, kommentierte die Zahlen und wies darauf hin, dass das ifo-Geschäftsklima sich weiterhin im Rezessionsbereich bewege. Es wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr weiter leicht schrumpfen wird.

Die deutsche Bundesbank geht ebenfalls von einer anhaltenden Schwächephase der deutschen Wirtschaft aus. In ihrem Monatsbericht veröffentlichte sie die Prognose, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2023 erneut leicht zurückgehen werde. Dies würde das zweite Quartal in Folge sein, in dem die Wirtschaftsleistung schrumpft, was zu einer "technischen Rezession" führen würde. Die Flaute in der Industrie und auf dem Bau, die weiterhin unter schwacher Nachfrage und steigenden Energiepreisen leidet, wird als Hauptursache für diesen erneuten Rückgang genannt.

Der Eurokurs verzeichnete trotz der schwachen deutschen Konjunkturdaten leichte Gewinne. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0924 US-Dollar, während die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0918 Dollar festsetzte. Der Dollar kostete damit 0,9159 Euro

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