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Anglo American verkauft australische Kohleminen für 3,88 Milliarden Dollar

Der Bergbaukonzern trennt sich von seinen Kokskohleminen im Bowen Basin und strafft sein Portfolio vor der geplanten Fusion mit Teck Resources.

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Anglo American verkauft australische Kohleminen für 3,88 Milliarden Dollar

Anglo American hat am Montag den Verkauf seiner australischen Kokskohleminen an das britische Bergbauunternehmen Dhilmar bekanntgegeben. Der Kaufpreis beläuft sich auf bis zu 3,88 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Transaktion zieht sich der in London börsennotierte Konzern vollständig aus dem Kokskohlesektor zurück.

Die betroffenen Minen befinden sich im Bowen Basin im australischen Bundesstaat Queensland. Diese Region gilt als die weltweit bedeutendste für die Förderung von Kokskohle, die vor allem in der Stahlproduktion eingesetzt wird. Mit dem Verkauf gibt Anglo American damit einen strategisch bedeutsamen Standort auf.

Zweistufige Zahlungsstruktur

Die Transaktion ist in zwei Teile gegliedert: Dhilmar zahlt zunächst 2,3 Milliarden US-Dollar sofort in bar. Hinzu kommen variable Zahlungen von bis zu 1,58 Milliarden US-Dollar, die an die künftige Entwicklung der Kohlepreise gekoppelt sind. Der Gesamterlös hängt damit auch von der weiteren Marktentwicklung ab.

Der Verkauf ist ein zentraler Bestandteil der Strategie von Anglo American, Randaktivitäten zu veräußern oder auszugliedern. Ziel ist es, das Portfolio vor dem Abschluss der geplanten Fusion mit dem kanadischen Unternehmen Teck Resources zu straffen. Aus dieser Fusion soll ein auf Kupfer spezialisiertes Bergbauschwergewicht entstehen.

Fokus auf Kupfer und Schuldenabbau

Mit den Erlösen aus dem Kohleverkauf will Anglo American zudem Schulden abbauen. Die strategische Neuausrichtung hin zu Kupfer spiegelt den wachsenden Bedarf an diesem Industriemetall wider, das als Schlüsselrohstoff für die Energiewende und Elektromobilität gilt. Kupfer wird für Stromleitungen, Elektromotoren und Batteriesysteme in großen Mengen benötigt.

Für deutsche Anleger ist die Transaktion aus mehreren Gründen relevant: Anglo American ist an der Londoner Börse notiert und zählt zu den größten Bergbaukonzernen der Welt. Die Neuausrichtung auf Kupfer könnte die Bewertung des Unternehmens langfristig beeinflussen, da Kupfer als einer der gefragtesten Rohstoffe der kommenden Jahrzehnte gilt. Der Rückzug aus der Kohle entspricht zudem dem globalen Trend großer Bergbaukonzerne, ihre Kohlenstoffintensität zu reduzieren.

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