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AMD und Oracle: KI-Engpass macht beide zu Billionen-Dollar-Kandidaten

Analysten sehen AMD und Oracle bis 2030 als Billionen-Dollar-Unternehmen – angetrieben vom globalen KI-Infrastruktur-Engpass.

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AMD und Oracle: KI-Engpass macht beide zu Billionen-Dollar-Kandidaten

Der Engpass in der KI-Lieferkette sorgt für massive Wachstumschancen – und zwei Unternehmen könnten davon besonders profitieren. Laut einer Analyse von The Motley Fool haben Advanced Micro Devices (AMD) und Oracle das Potenzial, bis zum Ende des Jahrzehnts zu Billionen-Dollar-Unternehmen aufzusteigen. Treiber ist die schier unersättliche Nachfrage nach KI-Rechenkapazitäten, die das verfügbare Angebot deutlich übersteigt.

Die Grundlage für diesen Boom ist klar: Unternehmen, die künstliche Intelligenz einsetzen, verzeichnen laut einer Studie von Morgan Stanley eine durchschnittliche Produktivitätssteigerung von 11,5 Prozent. Das Marktforschungsunternehmen IDC geht sogar noch weiter und schätzt, dass jeder in KI-Lösungen investierte Dollar einen wirtschaftlichen Wert von 4,90 Dollar generieren könnte. Diese Zahlen erklären, warum die KI-Adoption rasant zunimmt und Hyperscaler aggressiv in neue Rechenzentren investieren.

Der Kapazitätsausbau wird jedoch durch einen Mangel an Halbleitern und Speicherchips gebremst. Führende KI-Softwareanbieter wie Palantir Technologies können die gesamte eingehende Nachfrage nicht bedienen und verzeichnen signifikant wachsende Auftragsbestände. Für Anleger schafft genau dieser Engpass jedoch attraktive Investitionsmöglichkeiten – insbesondere bei den Unternehmen, die die fehlende Infrastruktur liefern.

AMD: Milliardenschwere GPU-Deals als Wachstumsmotor

AMD hat sich in den vergangenen Jahren eine zunehmend wichtige Nische im KI-Chip-Markt erarbeitet – einem Segment, das bislang von Nvidia und Broadcom dominiert wird. Im vergangenen Jahr schloss AMD bedeutende Verträge mit OpenAI und Meta Platforms ab, um insgesamt 12 Gigawatt an Grafikprozessoren (GPUs) für deren KI-Rechenzentren bereitzustellen. Diese Deals eröffnen dem Unternehmen eine enorme langfristige Wachstumschance.

Parallel dazu gewinnt AMD im Markt für Server-Zentralprozessoren (CPUs) kontinuierlich Marktanteile von Intel. Laut Mercury Research stieg der Marktanteil von AMD bei Server-CPUs im vierten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozentpunkte auf 28,8 Prozent. Besonders bemerkenswert: Der Umsatzanteil lag mit 41,3 Prozent deutlich höher, was darauf hindeutet, dass AMD Premiumpreise für seine Server-CPUs erzielen kann.

Die Preismacht dürfte weiter wachsen. Das Marktforschungsunternehmen Omdia erwartet aufgrund der anhaltenden Chip-Knappheit einen Preisanstieg bei Server-CPUs von 11 bis 15 Prozent. AMD selbst schätzt, dass sein jährlicher Rechenzentrumsumsatz innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 100 Milliarden Dollar steigen könnte – gegenüber 16,6 Milliarden Dollar im Jahr 2025 wäre das ein gewaltiger Sprung.

In einem konservativen Szenario, in dem der Gewinn von AMD in den Jahren 2029 und 2030 lediglich um 15 Prozent pro Jahr wächst, könnte das Ergebnis je Aktie auf 19,55 Dollar steigen. Wird die Aktie dann mit dem 31-fachen Gewinn bewertet – was dem Gewinnmultiplikator des Nasdaq-100-Index entspricht –, ergibt sich ein potenzieller Kurs von 667 Dollar. Das entspräche einem Anstieg um das 2,4-Fache gegenüber dem aktuellen Niveau und würde die Marktkapitalisierung von AMD von derzeit rund 450 Milliarden Dollar auf eine Billion Dollar heben.

Oracle: Unterschätzter Infrastrukturriese mit Aufholpotenzial

Die Oracle-Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten rund 40 Prozent an Wert verloren – doch Analysten sehen darin eine Fehlbewertung. Oracle spielt eine Schlüsselrolle im KI-Infrastruktur-Ökosystem, indem das Unternehmen aggressiv neue Rechenzentrums-Kapazitäten aufbaut und damit eine entscheidende Marktlücke schließt.

Der Bedarf ist enorm: Goldman Sachs schätzt, dass der Strombedarf für Rechenzentren allein in den USA bis 2028 das Angebot um durchschnittlich 10 Gigawatt pro Jahr übersteigen wird. Oracle positioniert sich gezielt, um von diesem strukturellen Defizit zu profitieren. Der aggressive Kapazitätsausbau des Unternehmens dürfte langfristig mit einem deutlichen Kursanstieg belohnt werden.

Für deutsche Privatanleger sind AMD und Oracle damit zwei Titel, die im Kontext des globalen KI-Booms besondere Aufmerksamkeit verdienen. Beide Unternehmen profitieren nicht nur von der steigenden Nachfrage nach KI-Anwendungen, sondern auch strukturell vom Engpass in der Lieferkette – ein Umstand, der ihre Preismacht stärkt und das Gewinnwachstum langfristig absichern könnte.

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