AMD präsentiert neue KI-Chips auf CES
Neue Prozessoren für Rechenzentren, Unternehmen und KI-PCs im Fokus

Der US-Halbleiterhersteller AMD präsentierte am Dienstag auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas neue Hochleistungschips für Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz und unterstrich damit seine Ambitionen im stark umkämpften Markt für KI-Hardware. Vorstandschefin Lisa Su stellte während der Keynote mehrere neue Produkte vor, darunter fortschrittliche KI-Prozessoren für Rechenzentren, die speziell auf die Anforderungen großer KI-Modelle ausgelegt waren. Die Chips waren Bestandteil kompletter Server-Racks, die AMD an ausgewählte Großkunden auslieferte.
Im Mittelpunkt der Präsentation standen neue Prozessoren der MI400-Serie sowie weiterentwickelte Varianten, die für unterschiedliche Einsatzszenarien konzipiert waren. AMD stellte zudem eine Enterprise-Version für den Einsatz in bestehenden Unternehmensrechenzentren vor, die ohne speziell ausgelegte KI-Infrastruktur betrieben werden konnte. Diese Lösung richtete sich an Firmen, die KI-Anwendungen lokal betreiben wollten, etwa aus Gründen der Datensicherheit oder regulatorischer Vorgaben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der strategischen Partnerschaft mit OpenAI. Vertreter des KI-Unternehmens thematisierten gemeinsam mit AMD die wachsenden Anforderungen an Rechenleistung. Dabei wurde betont, dass Fortschritte bei Prozessorarchitekturen entscheidend für das Training und den Betrieb immer größerer KI-Modelle seien. AMD erwartete aus der Kooperation zusätzliche Umsätze und einen stärkeren Zugang zu Großkunden aus dem KI-Sektor.
Mit Blick auf kommende Produktgenerationen gab Lisa Su einen Ausblick auf eine neue Chipfamilie, die langfristig eine deutlich höhere Rechenleistung bieten sollte. Die Leistungssteigerung im Vergleich zu älteren Generationen wurde dabei als erheblich beschrieben, der Marktstart war für einen späteren Zeitraum geplant. Ziel war es, AMDs Position als ernstzunehmender Anbieter von KI-Beschleunigern weiter auszubauen.
Neben Rechenzentrumschips kündigte AMD auch neue Prozessoren für KI-fähige Personal Computer an. Diese sollten lokale KI-Berechnungen, fortgeschrittene Anwendungen und leistungsintensives Gaming ermöglichen. Parallel dazu nutzte AMD die CES, um den Einsatz seiner Technologien in neuen Bereichen zu demonstrieren, darunter Robotik. Auf der Bühne wurde ein humanoider Roboter eines europäischen Entwicklers gezeigt, dessen Serienproduktion für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen war.
Der Auftritt erfolgte vor dem Hintergrund eines intensiven Wettbewerbs im KI-Chipmarkt, der von hohen Investitionen, raschen Innovationszyklen und starker Nachfrage geprägt war. AMD positionierte sich dabei als Alternative zu etablierten Marktführern und setzte auf technologische Fortschritte sowie strategische Partnerschaften, um seinen Marktanteil auszubauen.
