AMD-Chefin Lisa Su besucht Samsung-Chipwerk in Südkorea
Geplantes Treffen mit Samsung-Spitzenmanagern soll die Zusammenarbeit bei KI-Chips weiter vertiefen.

AMD-Chefin Lisa Su wird laut Insidern das Chipwerk von Samsung Electronics in Südkorea besuchen. Ziel des Besuchs ist es, die bestehende Partnerschaft beider Halbleiterkonzerne auszubauen. Das Treffen findet vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach KI-Beschleunigern statt.
Während des Besuchs soll Su mit hochrangigen Samsung-Managern zusammentreffen. Geplant sind Gespräche mit Jun Young-hyun, dem Chef der Samsung-Chipsparte, sowie Han Jin-man, dem Leiter des Foundry-Geschäfts. Das berichtet eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die anonym bleiben wollte.
Enge Zusammenarbeit bei HBM3E-Speicherchips
Samsung liefert seit dem vergangenen Jahr sogenannte High-Bandwidth-Memory-3E-Chips, kurz HBM3E, an AMD. Diese Hochleistungsspeicher kommen in den neuesten KI-Beschleunigern von AMD zum Einsatz und sind ein zentrales Element moderner KI-Infrastruktur. Die Partnerschaft beider Unternehmen im Speicherchip-Segment gilt damit als gefestigt.
Nach der Werksbesichtigung soll Su laut dem Insider auch an einem Abendessen mit Samsung-Chairman Jay Y. Lee teilnehmen. Solche Treffen auf Vorstandsebene signalisieren in der Chipbranche üblicherweise strategisch bedeutsame Weichenstellungen. AMD war außerhalb der regulären Geschäftszeiten für eine Stellungnahme nicht erreichbar, Samsung lehnte einen Kommentar ab.
Für Anleger ist das Treffen ein Signal: AMD und Samsung intensivieren ihre Zusammenarbeit genau in dem Moment, in dem die globale Nachfrage nach KI-Hardware weiter anzieht. Beide Unternehmen stehen dabei in direktem Wettbewerb mit dem Marktführer Nvidia und dessen Speicherpartner SK Hynix.
