Samsung und AMD besiegeln KI-Speicher-Partnerschaft mit HBM4-Fokus
Die beiden Technologieriesen unterzeichneten eine Absichtserklärung zu HBM4-Speicher und prüfen eine Foundry-Kooperation.

Samsung Electronics und AMD haben eine weitreichende Absichtserklärung unterzeichnet, die die Lieferung von High-Bandwidth Memory der nächsten Generation (HBM4) für AMDs kommende KI-Beschleuniger sichern soll. Im Mittelpunkt steht die Versorgung von AMDs Instinct MI455X mit Samsungs HBM4-Chips sowie optimiertem DDR5-Speicher für AMDs EPYC-Prozessoren der sechsten Generation.
Darüber hinaus wollen beide Unternehmen eine mögliche Foundry-Partnerschaft ausloten. Samsung könnte dabei Auftragsfertigungsdienstleistungen für AMD-Produkte der nächsten Generation übernehmen – ein Schritt, der Samsungs Position im globalen Chip-Fertigungsmarkt stärken würde.
Strategische Bedeutung für Samsung
Samsung ist bereits jetzt primärer HBM-Lieferant für AMD und beliefert den US-Chiphersteller mit HBM3E-Chips für die Beschleuniger MI350X und MI355X. Mit der neuen Vereinbarung will sich das südkoreanische Unternehmen als Schlüssellieferant für AMDs nächste KI-GPU-Generation positionieren.
Die Vereinbarung fällt zeitlich mit der jährlichen Nvidia-Entwicklerkonferenz GTC zusammen. Nvidia-CEO Jensen Huang hatte dort am Montag ebenfalls eine Foundry-Partnerschaft mit Samsung bekannt gegeben und die HBM4-Chips des Unternehmens ausdrücklich gelobt. Innerhalb weniger Tage sichert sich Samsung damit Kooperationen mit zwei der bedeutendsten KI-Chiphersteller weltweit.
Wettbewerb im HBM-Markt verschärft sich
Der Schritt unterstreicht den wachsenden Druck auf Speicherchiphersteller, langfristige Lieferpartnerschaften für fortschrittliche HBM-Chips zu sichern. Die KI-getriebene Nachfrage transformiert die gesamte Halbleiterindustrie und verknapp das Angebot an HBM-Chips erheblich.
Samsung hält laut dem Marktforschungsunternehmen Counterpoint derzeit einen Anteil von rund 22 Prozent am globalen HBM-Markt. Marktführer SK Hynix kommt auf 57 Prozent – ein Rückstand, den Samsung mit gezielten Partnerschaften und technologischen Fortschritten aufholen will.
AMD selbst baut seine KI-Chip-Strategie konsequent aus. Im vergangenen Monat einigte sich das Unternehmen mit Meta Platforms auf einen Liefervertrag über bis zu 60 Milliarden US-Dollar innerhalb von fünf Jahren. Meta kann dabei bis zu zehn Prozent der Chips abnehmen. Eine ähnliche Vereinbarung hatte AMD bereits im vergangenen Jahr mit OpenAI geschlossen.
