Samsung und SK Hynix steigen nach Nvidia-Partnerschaft deutlich
Neue KI-Kooperationen mit Nvidia beflügeln die Aktien beider koreanischer Halbleiterriesen an der Seouler Börse.

Die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix haben am Mittwoch kräftig zugelegt. Auslöser war die Präsentation beider Unternehmen als Schlüsselpartner auf Nvidias GTC-Entwicklerkonferenz. Samsung-Papiere kletterten im Seouler Handel um mehr als 6 Prozent auf 206.500 Won, SK Hynix gewann über 4 Prozent auf 1.010.000 Won.
Nvidia-Chef Jensen Huang verkündete auf der Konferenz, dass Samsung die neuesten KI-Inferenzchips des US-Unternehmens in einem modernen 4-Nanometer-Verfahren fertigen werde. Das ist eine bedeutende Nachricht für das angeschlagene Foundry-Geschäft von Samsung, das zuletzt mit Verlusten und rückläufigen Auftragseingängen zu kämpfen hatte. Die Partnerschaft könnte dem Chipauftragsfertiger neuen Schub verleihen.
Samsung setzt auf HBM4E-Speicher
Samsung präsentierte zudem die nächste Generation seines High-Bandwidth Memory, den HBM4E. Dieser Hochleistungsspeicher soll die wachsende Nachfrage nach Nvidias kommenden KI-Beschleunigern bedienen. Der Wettbewerb im Premium-Speichersegment verschärft sich damit weiter.
SK Hynix, bereits etablierter HBM-Lieferant für Nvidia, bekräftigte auf der Konferenz seinen technologischen Vorsprung bei fortschrittlichen Speicherlösungen. Das Unternehmen signalisierte zudem einen weiteren Kapazitätsausbau, um der anhaltend robusten Nachfrage aus der KI-Industrie gerecht zu werden. SK Hynix gilt derzeit als führender Anbieter von HBM-Chips weltweit.
Für deutsche Anleger sind beide Unternehmen als zentrale Zulieferer in der globalen KI-Lieferkette relevant. Die Entwicklungen zeigen, wie eng die koreanische Halbleiterindustrie mit dem KI-Boom verknüpft ist. Nvidia bleibt dabei als Nachfrager der Schlüsselakteur, der die Investitionsentscheidungen der Branche maßgeblich beeinflusst.
