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Amazon verhandelt über Kauf von KI-Startup Decart für sieben Milliarden Dollar

Der Cloud- und E-Commerce-Riese Amazon steht laut mit der Sache vertrauten Personen vor der Übernahme des San Franciscoer KI-Startups Decart.

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Amazon verhandelt über Kauf von KI-Startup Decart für sieben Milliarden Dollar

Amazon.com ist in Verhandlungen über die Übernahme des KI-Startups Decart. Ein Deal könnte mit rund 7 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Medien. Die Amazon-Aktie (AMZN) notierte zuletzt mit einem Minus von 1,11 Prozent.

Decart hat seinen Sitz in San Francisco. Das Unternehmen entwickelt Software, die es Entwicklern erleichtert, zwischen verschiedenen KI-Chips zu wechseln. Diese Fähigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil Unternehmen im Wettlauf um mehr Rechenleistung liegen.

Für Amazon wäre die Übernahme ein weiterer Baustein einer Strategie, mit der der Konzern seine Position in der KI-Infrastruktur ausbaut. Der Konzern investiert bereits seit Jahren massiv in diesem Feld. Die Gespräche über Decart sind bislang nicht offiziell bestätigt.

Die Details

Im Zentrum der möglichen Transaktion steht das Start-up Decart mit Sitz in San Francisco. Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen verhandelt Amazon über eine Übernahme, die mit rund 7 Milliarden US-Dollar bewertet werden könnte. Die Informationen stammen aus Medienberichten, die sich auf diese Personen berufen.

Das Besondere an Decart ist die Software des Unternehmens. Sie erleichtert es Entwicklern, zwischen verschiedenen KI-Chips zu wechseln. Genau diese Flexibilität ist gefragt, weil Unternehmen im Wettlauf um mehr Rechenleistung liegen und dabei nicht auf einen einzigen Chiptyp festgelegt sein wollen.

Ein Preis von rund 7 Milliarden US-Dollar wäre für Amazon eine erhebliche Summe, gemessen an der Größe des Zielobjekts. Zum Vergleich: Der Konzern plant allein in diesem Jahr Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur in einer ganz anderen Größenordnung, wie frühere Berichte zeigen. Die Aktie reagierte auf die Nachricht mit einem Minus von 1,11 Prozent.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 30.01.2026 berichtete aktien.news, dass Amazon über eine Beteiligung von bis zu 50 Milliarden Dollar am KI-Pionier OpenAI verhandelt. Die Gespräche befanden sich damals noch in einer frühen Phase, und die endgültigen Zahlen waren noch nicht festgelegt. Amazon-CEO Andy Jassy führte die Verhandlungen persönlich mit OpenAI-Chef Sam Altman. Sollte der Deal zustande kommen, würde Amazon zum größten Geldgeber der aktuellen Finanzierungsrunde von OpenAI.

Ebenfalls am 30.01.2026 meldete aktien.news, dass Amazon über eine Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI verhandelt, wie CNBC am Donnerstag bestätigte. Die Gespräche wurden direkt zwischen OpenAI-CEO Sam Altman und Amazon-CEO Andy Jassy geführt. Die geplante Investition markierte einen bemerkenswerten Strategiewechsel des E-Commerce-Riesen, der bereits Milliarden in den OpenAI-Konkurrenten Anthropic investiert hat. Seit 2023 fließen Amazon-Gelder in das KI-Start-up, das von ehemaligen OpenAI-Führungskräften gegründet wurde. Ein Vertreter von Amazon lehnte eine Stellungnahme ab.

Am 13.08.2026 berichtete aktien.news, dass Anthropic, der Entwickler des KI-Modells Claude, Gespräche über die Übernahme des Start-ups Decart AI führt. Die mögliche Transaktion könnte laut Bloomberg News einen Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar erreichen. Decart AI ist ein von Nvidia unterstütztes Unternehmen, das KI-Infrastruktur, Optimierungstechnologien sowie eigene KI-Modelle entwickelt. Laut der Quelle könnte das Start-up Anthropic dabei helfen, die wachsende Nachfrage nach seinen Diensten besser aufzufangen. Ein Sprecher von Anthropic lehnte eine Stellungnahme ab.

Am 26.09.2026 berichtete aktien.news, dass Amazon in diesem Jahr rund 220 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und KI-Infrastruktur investieren wird. Das ist eine Summe, die nahezu dem gesamten verfügbaren Cashflow des Konzerns entspricht. Eine aktuelle Analyse von The Motley Fool kam zu dem Ergebnis, dass sich die Investitionen langfristig auszahlen könnten.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Nachricht vor allem ein Signal dafür, wie ernst Amazon das Geschäft mit KI-Infrastruktur nimmt. Der Konzern baut nicht nur eigene Rechenzentren aus, sondern kauft sich offenbar gezielt Technologie ein, die den Umgang mit unterschiedlichen KI-Chips erleichtert. Solche Zukäufe können die Abhängigkeit von einzelnen Chipherstellern verringern.

Interessant ist der Vergleich mit dem früheren Bericht über Anthropic. Schon im August 2026 war Decart AI Gegenstand von Übernahmegesprächen – damals mit einem Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar. Nun verhandelt offenbar Amazon über eine Bewertung von rund 7 Milliarden US-Dollar. Das zeigt, wie begehrt die Technologie des Start-ups im Markt ist.

Anleger sollten die Verhandlungen jedoch nicht als abgeschlossene Transaktion behandeln. Die Informationen stammen aus Medienberichten, die sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berufen. Ob und zu welchen Konditionen ein Deal tatsächlich zustande kommt, ist offen. Diese Einordnung ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Ausblick

Konkrete Termine für einen Abschluss der Verhandlungen nennt die Quelle nicht. Auch Angaben dazu, wann eine offizielle Bestätigung erfolgen könnte, liegen nicht vor. Klar ist lediglich, dass Amazon in mehreren KI-Vorhaben gleichzeitig engagiert ist – von der möglichen Beteiligung an OpenAI über die massiven Investitionen in Rechenzentren bis hin zu den nun berichteten Gesprächen über Decart.

Beobachten sollten Anleger, ob weitere Details zu den Verhandlungen bekannt werden und wie der Markt auf eine mögliche Bestätigung reagiert. Die Aktie hat auf die aktuelle Nachricht zunächst mit einem Minus von 1,11 Prozent reagiert.

Kurz erklärt

  • KI-Chip: Spezialisierter Prozessor, der die rechenintensiven Aufgaben von KI-Modellen beschleunigt.
  • Rechenleistung: Die Fähigkeit von Rechenzentren, große Datenmengen und komplexe KI-Berechnungen zu verarbeiten.
  • Übernahme: Der Erwerb eines Unternehmens durch einen Käufer, meist gegen Zahlung eines Kaufpreises.
  • Bewertung: Der Geldwert, der einem Unternehmen im Rahmen einer Transaktion oder Finanzierungsrunde zugeschrieben wird.
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