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Adobe zahlt 150 Millionen Dollar zur Beilegung von Verbraucherschutzvorwürfen

Das US-Justizministerium einigt sich mit dem Softwarekonzern auf einen Millionen-Vergleich wegen umstrittener Abo-Praktiken.

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Adobe zahlt 150 Millionen Dollar zur Beilegung von Verbraucherschutzvorwürfen

Adobe Inc hat einem Vergleich in Höhe von 150 Millionen US-Dollar zugestimmt, um Vorwürfe wegen Verstößen gegen US-Verbraucherschutzrecht beizulegen. Das US-Justizministerium gab die Einigung am Freitag bekannt. Zusätzlich zur Zahlung unterliegt Adobe einer Unterlassungsverfügung, die das Unternehmen zu einer Änderung seiner Geschäftspraktiken verpflichtet.

Im Mittelpunkt des Verfahrens standen die Abonnement-Praktiken des Softwarekonzerns, der unter anderem für Produkte wie Photoshop und den Acrobat PDF-Reader bekannt ist. Die Behörden warfen Adobe vor, gegen den sogenannten Restore Online Shoppers' Confidence Act (ROSCA) verstoßen zu haben. Dieses US-Bundesgesetz schützt Verbraucher vor irreführenden Online-Abonnements und verpflichtet Anbieter zu transparenten Kündigungsmöglichkeiten.

Hintergrund: Kritik an schwer kündbaren Abos

Adobe stand bereits seit Jahren in der Kritik, weil Nutzer Abonnements nur schwer kündigen konnten. Betroffene berichteten von versteckten Gebühren und komplizierten Kündigungsprozessen. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC hatte das Unternehmen deswegen bereits 2023 verklagt.

Der nun erzielte Vergleich verpflichtet Adobe nicht nur zur Zahlung, sondern auch zur strukturellen Änderung seiner Abo-Modelle. Die Unterlassungsverfügung soll sicherstellen, dass Kunden künftig klar über Kosten und Kündigungsbedingungen informiert werden. Für deutsche Nutzer von Adobe-Produkten ist dies relevant, da der Konzern weltweit Millionen von Abonnenten zählt.

Für Adobe, dessen Marktkapitalisierung im dreistelligen Milliardenbereich liegt, ist die Zahlung von 150 Millionen Dollar finanziell verkraftbar. Schwerer wiegt die Reputationsschäden und die auferlegten Compliance-Pflichten, die das Geschäftsmodell des Unternehmens langfristig beeinflussen könnten.

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