Adobe zahlt 150 Millionen Dollar zur Beilegung von Verbraucherschutzverstößen
Der Softwarekonzern Adobe einigt sich mit US-Behörden auf eine Zahlung von 150 Millionen Dollar.

Adobe hat sich bereit erklärt, 150 Millionen US-Dollar zu zahlen, um mutmaßliche Verstöße gegen ein US-amerikanisches Gesetz zum Schutz von Online-Käufern beizulegen. Der Softwareriese, bekannt für Produkte wie Photoshop und den Creative Cloud-Abodienst, steht damit im Fokus von Verbraucherschutzbehörden. Die Einigung markiert einen bedeutenden Schritt in der wachsenden regulatorischen Kontrolle von Abo-Geschäftsmodellen.
Hintergrund des Verfahrens sind Vorwürfe, Adobe habe gegen Vorschriften verstoßen, die Online-Verbraucher vor unklaren Vertragsbedingungen und schwer kündbaren Abonnements schützen sollen. Solche Regelungen gewinnen in den USA zunehmend an Bedeutung, da Streaming- und Software-Abodienste immer weiter verbreitet sind. Behörden hatten Adobe vorgeworfen, Kunden nicht ausreichend über Kündigungsgebühren und Vertragslaufzeiten informiert zu haben.
Millionenzahlung als Signal an die Branche
Die Summe von 150 Millionen Dollar ist eine der höheren Vergleichszahlungen im Bereich des digitalen Verbraucherschutzes und dürfte als Warnsignal für die gesamte Software- und Abonnementbranche gelten. Für deutsche Anleger ist Adobe als Schwergewicht im Technologiesektor und Bestandteil zahlreicher globaler Indizes relevant. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Großteil seiner Umsätze über wiederkehrende Abogebühren aus dem Creative Cloud-Ökosystem.
In Europa und Deutschland gelten bereits strengere Verbraucherschutzregeln für Abonnements und digitale Dienste, etwa durch die EU-Omnibus-Richtlinie. Die US-Behörden ziehen mit verschärften Durchsetzungsmaßnahmen nach. Adobe hatte die Vorwürfe bislang nicht öffentlich kommentiert, die Einigung jedoch als Möglichkeit bezeichnet, die Angelegenheit ohne langwieriges Gerichtsverfahren zu lösen.
