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ABB-Aktie: Wie der Schweizer Konzern vom KI-Boom profitiert

385 Prozent seit Corona-Tief – ABB gehört zu Europas erfolgreichsten Börsenwerten

2 Min
ABB-Aktie: Wie der Schweizer Konzern vom KI-Boom profitiert

Der Schweizer Elektronik- und Automatisierungskonzern ABB hat sich seit dem Corona-Tief als einer der erfolgreichsten Werte an Europas Börsen etabliert. Mit einem Kursplus von 385 Prozent gehört das Unternehmen zu den absoluten Top-Performern. Die Basis für diesen Erfolg: ABB ist perfekt positioniert, um von den Megatrends Elektrifizierung und Künstliche Intelligenz zu profitieren.

Das Kerngeschäft Elektrifizierung boomt wie nie zuvor. Der weltweite Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz sorgt für einen regelrechten Auftragsregen. Umsatz und Gewinn wachsen im zweistelligen Prozentbereich. Besonders bedeutsam: Die strategische Partnerschaft mit Chip-Gigant Nvidia. Gemeinsam entwickeln die Schweizer und der US-Konzern die nächste Generation von KI-Rechenzentren – ein Milliardenmarkt mit enormem Wachstumspotenzial.

Doch nicht nur die Tech-Branche treibt das Geschäft an. Auch klassische Industrieprojekte sorgen für volle Auftragsbücher. Für den Rotterdamer Hafen realisiert ABB beispielsweise eine Stromversorgungslösung, die 32 Containerschiffe gleichzeitig beim Be- und Entladen mit Energie versorgen kann. Zahlreiche Bahnprojekte weltweit schaffen zusätzliche Nachfrage nach Transformatoren, Umrichtern und Spezialantrieben.

Rekord-Auftragseingang im vierten Quartal

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im vierten Quartal kletterte der Auftragseingang um beeindruckende 36 Prozent. Diese starke Entwicklung bildet die Grundlage für weiteres Wachstum. Das Management peilt für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg von rund zehn Prozent auf 37 Milliarden Dollar an. ABB bilanziert aufgrund des umfangreichen internationalen Geschäfts und des hohen US-Anteils von fast 30 Prozent in US-Dollar.

Die robuste Nachfragesituation verschafft ABB auch Preissetzungsmacht. Steigende Rohstoffkosten, insbesondere bei Kupfer als wichtigstem Material, kann der Konzern schrittweise an seine Kunden weitergeben. Diese Fähigkeit schützt die Margen in einem anspruchsvollen Kostenumfeld.

Bewertung ambitioniert, aber gerechtfertigt

Günstig sind ABB-Aktien nach der starken Performance nicht mehr. Die Bewertung reflektiert die hervorragenden Wachstumsaussichten und die strategische Positionierung in Zukunftsmärkten. Für langfristig orientierte Anleger bieten sich bei Kursrücksetzern dennoch attraktive Einstiegschancen. Die Kombination aus solider Auftragslage, Präsenz in Wachstumsmärkten und der Partnerschaft mit Nvidia macht ABB zu einem interessanten Investment im Bereich Industrieautomatisierung und Elektrifizierung.

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