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Zwei KI-Wachstumswerte: Mit 1.000 Dollar am Rechenzentrums-Boom teilhaben

Iren und Micron profitieren vom Ausbau der KI-Infrastruktur – Iren über Rechenzentren, Micron über Speicherchips.

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Zwei KI-Wachstumswerte: Mit 1.000 Dollar am Rechenzentrums-Boom teilhaben

Künstliche Intelligenz hat sich für Frühinvestoren als lukrative Chance erwiesen. Nvidia wurde dank seiner KI-Chips zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt – und seither suchen Anleger nach dem nächsten großen KI-Aktienwert. Wer 1.000 Dollar investieren möchte, könnte laut einer Analyse des US-Finanzdienstes The Motley Fool zwei Wachstumswerte in den Blick nehmen, die im Zentrum des Ausbaus von KI-Rechenzentren stehen: Iren (IREN) und Micron (MU).

Der Hintergrund: Mit der Ausweitung der KI auf physische und agentische Anwendungen steigt die Nachfrage nach physischer Infrastruktur sprunghaft an. Im vergangenen Jahr prognostizierte S&P Global bis 2030 einen US-amerikanischen KI-Bedarf von 50 Gigawatt. McKinsey ging noch weiter und schätzte den globalen Bedarf an KI-Kapazität bis 2030 auf 156 Gigawatt.

Damit verbunden ist ein erheblicher Engpass, für den es keine einfache Lösung gibt. Hohe Kapitalanforderungen, lokaler Widerstand und langwierige Genehmigungsverfahren erschweren den Bau von Rechenzentren. Genau auf diese Situation hat sich Iren vorbereitet.

Die Details

Iren war früher ein Krypto-Miner. Diese bestehende Krypto-Infrastruktur erleichterte es dem Unternehmen, bei stark steigender Nachfrage auf KI-Infrastruktur umzuschalten. Den Proof of Concept lieferte ein Fünfjahresvertrag mit <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft im Wert von 9,7 Milliarden Dollar, der 200 Megawatt der Iren-Fazilität in Childress abdeckt. Iren lieferte im August die erste 50-Megawatt-Installation dieses Vertrags aus und ist auf Kurs, die restlichen Teile bis Jahresende zu liefern. Das entspricht 1,94 Milliarden Dollar an wiederkehrendem jährlichem Umsatz (ARR), den Iren aus dieser Anlage erzielen wird.

Irens Verträge haben in den vergangenen Monaten pro Megawatt an Attraktivität gewonnen. Das Unternehmen unterzeichnet mehrjährige Verträge mit Unternehmen und KI-Labors, um seine Kundenbasis zu diversifizieren. Iren erwartet, das Geschäftsjahr 2026 mit 4 Milliarden Dollar an wiederkehrendem jährlichem Umsatz abzuschließen. Kunden zahlen bereitwillig große Vorauszahlungen, was Iren hilft, den Großteil der Rechenzentrumsbauten zu finanzieren.

Derzeit verhandelt Iren über Verträge für die Kapazitäten 2027 und 2028 und verfügt über ein Portfolio von 5,8 Gigawatt. Die 2-Gigawatt-Anlage Sweetwater hat kürzlich einen wichtigen Meilenstein für die Absicherung der Grundlaststromversorgung erreicht. Iren erwartet, den ersten Teil von 300 Megawatt dieser Anlage bis zum vierten Quartal 2027 fertigzustellen. Unter den Microsoft-Bedingungen von 9,7 Millionen Dollar pro Megawatt und Jahr könnte Iren aus dem 300-Megawatt-Teil jährlich 2,91 Milliarden Dollar erwirtschaften. Allerdings sind die Kosten pro Megawatt erheblich gestiegen: Iren erzielt mittlerweile mehr als 20 Millionen Dollar pro Jahr für ein einzelnes Megawatt. Bei diesem Satz würde eine zusätzliche Kapazität von 300 Megawatt jährlich 6 Milliarden Dollar generieren.

Der zweite Wert, Micron, liefert laut der Analyse unbestreitbare Ergebnisse. Seine Speicherchips sind grundlegend für künstliche Intelligenz geworden, und trotz einer fast vierfachen Steigerung im laufenden Jahr bleibt Micron eine der am stärksten unterbewerteten Aktien des gesamten Marktes. Micron hat möglicherweise die beste Chance, Nvidia in Bezug auf die Marktkapitalisierung zu verdrängen – trotz der Lücke zwischen 1,2 Billionen und 5,5 Billionen Dollar.

Micron meldete im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 54,2 Milliarden Dollar. Dies war nicht nur eine Verbesserung von 479 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sondern auch ein sequenzieller Sprung von 30,8 Prozent, der die Erwartungen deutlich übertraf. Micron weist höhere Nettogewinnmargen als Nvidia auf und erzielt mehr als die Hälfte dessen, was Nvidia erwirtschaftet. Sollte Micron weiterhin schneller wachsen als Nvidia, hätte es eine echte Chance, die Umsatzlücke zu schließen und das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt zu werden. Bewertet wird die Aktie nur mit einem vorwärtsgewerteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 7 und einem PEG-Verhältnis von 0,16, sodass für die Expansion dieser Wachstumswerte viel Raum bleibt.

Hintergrund: Was bisher geschah

Die Entwicklung ist Teil eines größeren Trends, über den aktien.news bereits mehrfach berichtet hat. Bereits am 07.06.2026 berichtete aktien.news, dass Unternehmen wie Meta Platforms, Microsoft, Amazon und Alphabet ihre Investitionsausgaben für KI-Rechenzentren in den letzten fünf Jahren mehr als verdreifacht haben. Laut McKinsey & Company gaben Unternehmen weltweit im vergangenen Jahr fast eine Billion US-Dollar für Rechenzentren aus – bis 2030 soll dieser Wert auf vier Billionen US-Dollar steigen.

Am 08.05.2026 berichtete aktien.news, dass Iren eine strategisch bedeutsame Partnerschaft mit dem KI-Chiphersteller Nvidia eingegangen ist. Im Mittelpunkt der Vereinbarung stand der gemeinsame Aufbau einer KI-Infrastruktur mit einer Gesamtkapazität von 5 Gigawatt, die Nvidias groß angelegte sogenannte „KI-Fabriken" über das weltweite Rechenzentrum-Netzwerk von Iren betreiben soll.

Am 20.07.2026 berichtete aktien.news, dass die IREN-Aktie im morgendlichen Handel um 16,2 Prozent zulegte. Auslöser war die Bekanntgabe neu unterzeichneter, mehrjähriger Verträge über AI-Cloud-Dienste im Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig hob das Unternehmen sein Ziel für den annualisierten Run-Rate-Umsatz im Bereich AI Cloud zum Jahresende 2026 von 3,7 Milliarden auf mehr als 4 Milliarden US-Dollar an – rund 85 Prozent davon waren bereits vertraglich gesichert.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger zeigt die Analyse, dass der KI-Boom nicht nur über die großen Chiphersteller und Hyperscaler spielbar ist. Iren und Micron stehen an unterschiedlichen Stellen der Wertschöpfungskette: Iren stellt die physische Rechenzentrumskapazität und die Stromversorgung bereit, Micron liefert die Speicherchips, ohne die kein Rechenzentrum funktioniert.

Der Quelltext nennt für beide Unternehmen konkrete Kennzahlen, die Anleger einordnen können. Bei Iren sind es der bestehende Microsoft-Vertrag, das ARR-Ziel von 4 Milliarden Dollar für 2026 und die Erlöse pro Megawatt. Bei Micron sind es das Umsatzwachstum, die im Vergleich zu Nvidia höheren Nettogewinnmargen sowie die Bewertungskennzahlen KGV und PEG. Der Text weist gleichzeitig darauf hin, dass eine Investition in Iren mehrere Jahre an Transparenz erfordert, während Micron bereits Ergebnisse vorlegt.

Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten. Der Text betont, dass Speicherchips für jedes Rechenzentrum unerlässlich sind, Micron sich als Marktführer etabliert hat und die knapper werdende Versorgung mit Speicherchips die Preise hoch halten sollte, da Tech-Riesen scheinbar nie genug davon bekommen können.

Ausblick

Für Iren nennt der Quelltext mehrere konkrete Zielmarken. Das Unternehmen will die restlichen Teile des Microsoft-Vertrags bis Jahresende liefern und das Geschäftsjahr 2026 mit 4 Milliarden Dollar ARR abschließen. Den ersten Teil von 300 Megawatt der Sweetwater-Anlage will Iren bis zum vierten Quartal 2027 fertigstellen. Verhandlungen über Verträge für die Kapazitäten 2027 und 2028 laufen bereits.

Micron-CEO Sanjay Mehrotra sagte den Investoren laut dem Text, sie sollten mit einem „noch stärkeren Geschäftsjahr 2027" rechnen, und das Unternehmen verfügt über mehrjährige strategische Kundenvereinbarungen, die den Umsatz stabiler und vorhersehbarer machen sollen. Entscheidend bleibt für beide Werte, ob Iren seine Standorte rechtzeitig online bringt, sein Multi-Gigawatt-Pipeline-Projekt erweitert und ob der Wert eines Megawatts weiter steigt.

Kurz erklärt

  • ARR (Annual Recurring Revenue): wiederkehrender Jahresumsatz, der aus laufenden Verträgen eines Unternehmens entsteht.
  • KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): Kennzahl, die den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie setzt.
  • PEG-Verhältnis: Verhältnis aus Kurs-Gewinn-Verhältnis und dem erwarteten Gewinnwachstum eines Unternehmens.
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